​Welcher auch immer auf Arsène Wenger folgt, er wird mit Sicherheit kein leichtes Erbe antreten. Immerhin prägte der Franzose in seinen 22 Jahren als Trainer der 'Gunners' eine Ära. Wie der Telegraph berichtet, werden die Londoner in der kommenden Saison zudem nur ein beschränktes Transferbudget zur Verfügung haben, weshalb sich der neue Trainer keine allzu teuren und namhaften Neuverpflichtungen leisten kann.


50 Millionen Pfund, also etwa 57 Millionen Euro wird der Wenger-Nachfolger in der Saison 18/19 zur Verfügung haben, um den Kader der 'Gunners' zu verstärken. Im Verhältnis zu dem, was die Verantwortlichen in London sonst ausgeben, ein geringes bzw. eingeschränktes Budget. Zwei Rekordtransfers und drei Vertragsverlängerungen, die kostspielig waren, haben in den vergangenen zwölf Monaten dazu beigetragen, dass die Kaufkraft eingeschränkt ist. 


Außerdem müssen die 'Gunners' auf die Champions-League-Einnahmen verzichten und zudem darauf hoffen, dass weitere Erlöse durch einen Sieg der Europa League erwirtschaftet werden können. Bekanntlich würde ein solcher Sieg für die Teilnahme an der Königsklasse zur kommenden Saison berechtigen.

Arsenal v West Ham United - Premier League


Das Anforderungsprofil des neuen Trainers sieht es indes vor, dass er mit jungen Talenten arbeiten und diese weiterentwickeln kann, ähnlich wie es der 68-Jährige immer wieder geschafft hat. Weiterhin soll er einen Angriffsfußball spielen lassen und zudem die Disziplin in der Mannschaft hoch halten - etwas, das Wenger immer wieder kritisch vorgeworfen wurde.


Mehr als 100 Millionen Pfund wurden zuletzt für die Dienste von Pierre-Emerick Aubameyang und Alexandre Lacazette ausgegeben. Mit Henrikh Mkhitaryan, Mesut Özil und eben jenem Aubameyang wurden drei finanziell anspruchsvolle Verträge abgeschlossen. Im Sommer 2016 gab man für Mustafi, Xhaka, Holding und Pérez mehr Geld für Spieler aus als jemals zuvor.


Derzeit scheint man sich auf zentrale Mittelfeldspieler und Innenverteidiger zu fokussieren, die man mit dem vorhandenen Budget anwerben möchte. Der neue Trainer (im Gespräch sind Luis Enrique, Mikel Arteta, Leonardo Jardim, Julian Nagelsmann, Joachim Löw und Massimiliano Allegri) muss zudem dafür sorgen, dass Spieler wie Aaron Ramsey, Petr Cech und Danny Welbeck trotz Vertragsende erhalten bleiben oder eben ersetzt werden. Zunächst bleibt es aber abzuwarten, wie Wenger die aktuelle Saison abschließt.