​Ein unglaubliches Zeichen beim wahrscheinlichen Absteiger 1. FC Köln: Jonas Hector, der in Anbetracht der sportlichen Situation seines Klubs mit einem Abgang in Verbindung gebracht wurde, hat seinen Vertrag bis 2023 verlängert!

​​Der 27-jährige DFB-Linksverteidiger schließt sich somit Marco Höger an, der Köln seinen Verbleib im Abstiegsfall trotz Ausstiegsklausel ebenfalls zusicherte. Trotz einer sportlich miserablen Saison kann man also bei den 'Geißböcken' nicht über fehlende Mentalität klagen.


Hector wurde mit Borussia Dortmund, Bayern München, dem FC Barcelona sowie Juventus Turin in Verbindung gebracht. Seine Entscheidung könnte womöglich eine Lawine von weiteren Treuebekenntnissen der FC-Stars auslösen. 


Den überraschenden Gang in die 2. Bundesliga begründete der gebürtige Saarbrückener wie folgt: "Der 1. FC Köln hat mir den Weg von der Regionalliga bis in die Nationalmannschaft ermöglicht. Ich bin diesem Klub sehr verbunden und dankbar und fühle mich in Köln sehr wohl. Es wäre problemlos möglich gewesen, nach dieser Saison zu einem anderen Verein zu wechseln, aber für mich fühlte sich das nicht richtig an. Wir haben viele Gespräche in den letzten Wochen geführt und ich habe mir viele Gedanken gemacht. Das Ergebnis ist für mich eindeutig: Ich gehöre zum FC und will mit dem Team und unseren Fans im Rücken in der neuen Saison wieder voll angreifen."


Die Entwicklung des Kölner Leistungsträgers ist wirklich einzigartig: im Sommer 2012 kam der bis dahin eher unbekannte Spieler nach Köln, wo er sich zunächst in der 2. Bundesliga als Stammkraft etablierte und später den Klub mit Peter Stöger als Trainer zu Erfolgen wie der Europa-League-Qualifikation führte. Hector, der in seiner Jugend überhaupt nicht von den DFB-Scouts beachtet wurde, hat schon 36 Spiele für die deutsche Nationalmannschaft absolviert und wird wahrscheinlich an der WM 2018 in Russland teilnehmen.