​Bayer 04 Leverkusen läuft in den letzten drei Spieltagen der Bundesliga defensiv mehr oder weniger auf dem Zahnfleisch und muss auf die Hälfte der Viererkette verzichten. Nachdem bereits der brasilianische Linksverteidiger Wendell sowie Mannschaftskapitän Lars Bender zuletzt nicht zur Verfügung standen, droht nun Leistungsträger Jonathan Tah sogar das vorzeitige Saisonaus. Der zuverlässige Defensivmann zog sich bei der 0:4-Pleite gegen Borussia Dortmund einen Muskelfaserriss im rechten Hüftbeuger zu und wird aller Voraussicht nach in den restlichen Ligaspielen nicht mehr auflaufen.


Es ist eine mehr als bittere Nachricht für Bayer 04 Leverkusen im Kampf um die direkten Champions-League-Plätze und vielleicht sogar noch die Vizemeisterschaft. Der bislang so konstante und überzeugende Innenverteidiger Jonathan Tah musste gegen den BVB noch vor Ende der ersten Halbzeit verletzungbedingt ausgewechselt werden. Wie Untersuchungen ergaben, zog sich der 22-Jährige einen Muskelfaserriss im Hüftbeuger zu und droht, den Rest der Saison zu verpassen. "Ob Tah im Laufe der ausklingenden Saison nochmals einsatzfähig sein wird, ist medizinisch derzeit noch nicht abschließend zu beurteilen", teilte der Verein mit. Klar ist dennoch, der robuste Defensivmann wird mindestens für die nächsten ein oder zwei Partien fehlen.

Borussia Dortmund v Bayer 04 Leverkusen - Bundesliga

Musste das Feld gegen den BVB verletzungsbedingt schon frühzeitig verlassen: Abwehrmann Jonathan Tah



Bayer Leverkusen, aktuell nach zwei klaren Niederlagen ohnehin nicht in bester Verfassung, muss somit auf mindestens zwei Leistungsträger und Stammspieler aus der Abwehr verzichten. Sowohl der Brasilianer Wendell (doppelter Bänderriss) als auch Kapitän Lars Bender standen schon gegen die Schwarz-Gelben nicht zur Verfügung, einzig Lars Bender könnte nach seiner abgesessenen Gelbsperre zurückkehren. Mit den jungen Panagiotis Retsos und Eigengewächs Benjamin Henrichs sowie dem Kroaten Tin Jedvaj und den Bender-Zwillingen stehen demnach voraussichtlich fünf Defensivakteure für vier Position zur Verfügung. 


Heiko Herrlich hat aktuell nicht die Qual der Wahl, die Abwehr stellt sich fast schon von alleine auf. Aus Sicht der "Werkself" bleibt nun zu hoffen, dass man sich bis zum kommenden Spiel gegen den bereits sicher in der Bundesliga verbleibenden Aufsteiger VfB Stuttgart wieder stabilisiert und keinen weiteren Ausfall in der Hintermannschaft verkraften muss. Denn sollte dies der Fall sein, dürfte es mit Blick auf einen Platz unter den ersten Vier in den restlichen drei Ligaspielen noch einmal richtig eng werden.