Martin Kind verkündete bereits, langfristig mit Horst Heldt zu planen. Der Erfolgsmanager von Hannover 96 soll künftig als Geschäftsführer Sport bei den Niedersachsen arbeiten. Die Anzeichen verdichten sich aber, dass der 96-Kaderplaner im Sommer seine Tätigkeit am Maschsee aufgeben wird.


Horst Heldt ist derzeit einer der begehrtesten Fußballmanager Deutschlands. Im Winter plante der 1. FC Köln, den akribischen Sportdirektor von Hannover 96 ans Geißbockheim zu holen – 96-Präsident Martin Kind intervenierte jedoch. Zweitgenannter will Heldt nun zum Geschäftsführer Sport ernennen.


Hierfür haben die 96er laut kicker die erforderlichen Unterlagen ausgehändigt. "Die prüfe ich jetzt, und dann muss man gucken, ob alles so aufgelistet ist, wie wir es besprochen haben", kommentiert Heldt. "Und dann wird es eine Entscheidung geben. Es dauert seine Zeit, und die nehme ich mir." In dieser Woche gibt es aller Voraussicht nach keine Entscheidung im Poker um den 48-Jährigen, der „in den ersten Tagen“ unterwegs sei und demnach "nichts unterschreiben" könne.

Hannover 96 v RB Leipzig - Bundesliga

Bald gemeinsam in Wolfsburg? Horst Heldt (l.) und Gerhard Zuber


Indes wirbt der VfL Wolfsburg um Heldt, ​der den maroden Klub ab der kommenden Saison wieder auf Vordermann bringen soll. Im Winter wehrte Vereinsboss Kind die Abwerbeversuche aus Köln noch erfolgreich ab – diesmal sieht es wohl anders aus. "Innerhalb eines halben Jahres möglicherweise zweimal vergleichbare Aktivitäten durchzuführen - das wird schwierig“, sagt er.


Laut kicker reifen in Hannover bereits die Überlegungen nach der Ära Heldt, der einen gültigen Vertrag bis 2020 besitzt. Da bei dessen Wechsel auch sein bisheriger Kollege Gerhard Zuber den Verein wohl verlassen wird, könnte bei 96 vorerst Martin Andermatt in den Vordergrund rücken. Dieser sitzt seit eineinhalb Jahren als Vorsitzender des Sportausschusses im Aufsichtsrat