In den vergangenen Tagen berichtete unter anderem der kicker von Gesprächen zwischen Horst Heldt und den Verantwortlichen des VfL Wolfsburg, um den derzeitigen Manager von Hannover 96 als Geschäftsführer Sport in den eigenen Reihen zu installieren. Klub-Boss Martin Kind zeigte sich von den Spekulationen irritiert, scheint dieses Mal jedoch gesprächsbereit zu sein.


Um die Personalie Horst Heldt ranken sich bereits seit einigen Monaten Gerüchte um einen vorzeitigen Abschied aus Hannover. Der 48-jährige Manager der '96'er wurde im November vergangenen Jahres mit dem 1. FC Köln in Verbindung gebracht, entschied sich nach der ​klaren Blockade von Klub-Boss Martin Kind allerdings für einen ​Verbleib bei den Niedersachsen


In der Folge sollte Heldt zum Geschäftsführer Sport befördert werden, was Kind vor wenigen Wochen ​noch einmal bekräftigte. Bislang wurde dieses Vorhaben noch nicht umgesetzt, weshalb die erneuten Spekulationen um einen vorzeitigen Abgang von Heldt für Irritationen bei dem 73-Jährigen sorgen. "Innerhalb eines halben Jahres möglicherweise zweimal vergleichbare Aktivitäten durchzuführen" sei schwierig, wird Kind im ​Sportbuzzer zitiert. Es habe weder Hinweise auf Gespräche noch eine konkrete Anfrage seitens des VfL Wolfsburg gegeben, führte er fort.

Hannover 96 v Bayer Leverkusen - Bundesliga

 Eigentlich will Martin Kind Horst Heldt zum Geschäftsführer ernennen, doch aufgrund                         der Spekulationen könnte bald schon ein Umdenken stattfinden


Stattdessen habe er mit dem 48-Jährigen über dessen neues Amt als Geschäftsführer gesprochen, welches Heldt zeitnah antreten solle: "Es gab Gespräche, dass in der nächsten Woche der Geschäftsführervertrag unterschrieben werden soll." Heldt selbst blieb etwas zurückhaltender. Zwar hätten Gespräche stattgefunden, doch er wolle nun erst einmal "gucken, ob es alles so aufgeschrieben wurde, wie es besprochen wurde." Dann werde es eine Entscheidung geben.


Die Spekulationen um ein Engagement beim VfL Wolfsburg wollte er nach der 0:3-Niederlage gegen Bayern München weiterhin "nicht kommentieren" und sich stattdessen "voll und ganz auf Hannover 96 konzentrieren. Alles andere werden wir sehen", wurde der Manager im Hamburger Abendblatt zitiert. Kind hingegen scheint gesprächsbereit zu sein, falls das Wolfsburger Interesse konkreter würde: "Offiziell weiß ich nichts, aber die Spekulationen habe ich mitbekommen. Wenn sich Wolfsburg meldet, dann müssen wir reden."


Aufgrund der zuvor sturen Haltung des Klub-Bosses erscheint die Aussage von Kind recht überraschend, doch sollte sich herausstellen, dass Heldt und der VfL Wolfsburg tatsächlich in Gesprächen waren, ohne dass Kind davon wusste, dürfte der 73-Jährige nach den Ereignissen der vergangenen Monate ein anderes Bild von ihm haben.