​Auf ein spannendes Finale des spanischen Pokals warteten die Fans im Wanda Metropolitano von Madrid vergeblich: der FC Barcelona gewann die Partie gegen den FC Sevilla mit 5:0 und gewinnt damit zum 30. Mal in der Vereinsgeschichte die begehrte Trophäe.


FC Sevilla 0 : 5 FC Barcelona (0:1 Suaŕez 14., 0:2 Messi 31., 0:3 Suárez 40., 0:4 Iniesta 52., 0:5 Coutinho 69.)


Die Katalanen gingen so in die Partie gegen den Liga-Rivalen, als wollten sie sich und den eigenen Fans eine Wiedergutmachung für das enttäuschende Champions-League-Aus liefern: in den ersten zehn Minuten schnürten die Katalanen ihren Gegner regelrecht ein, ließen ihnen keine Chance zur Entfaltung und dominierten das Spiel. Folglich kam auch das 0:1 durch Luis Suárez in der 14. Spielminute zustande. Reserve-Keeper Cillessen, der heute wieder Marc-André ter Stegen vertreten durfte, überwand mit einem Abschlag die komplette Hintermannschaft des FC Sevilla, die viel zu weit aufgerückt war. Letzten Endes musste Coutinho den Ball nur noch zu seinem Ex-Liverpool-Teamkollegen querlegen - Suárez verwandelte zum 1:0.

  

Nach etwa 20 Minuten schien der FC Sevilla dann auch in der Partie angekommen und konnte etwas mehr zum Spielgeschehen beitragen. Lionel Messi hatten sie zu diesem Zeitpunkt noch gut aus dem Spiel genommen. Der Argentinier kam noch nicht wie gewohnt zur Geltung. Während der Spitzenreiter der spanischen Liga in der 28. Minute noch am Aluminium scheiterte, nachdem Kapitän Iniesta einen Distanzschuss forcierte, der letzten Endes abgefälscht war, klingelte es in der 31. Spielminute im Kasten von David Soria: der FC Barcelona kombinierte sich durch den Strafraum, Jordi Alba leitete den Ball per Hacke zu Messi weiter. 'La Pulga', bisher wie erwähnt noch nicht wirklich im Spiel gewesen, brachte das Spielgerät mit einem satten Schuss unter der Latte unter. 2:0!

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Avancierte im Pokalfinale zum Doppeltorschützen: Luis Suárez



Escudero und Mercado hatten in der Defensive genug mit den Offensivbemühungen des Führenden zu kämpfen. Beide sahen für Zweikämpfe gegen Messi und Suárez die gelbe Karte. Mercado hatte im Vorfeld noch gesagt, gegen seinen Landsmann Messi und Co. brauche man einen perfekten Tag. Diesen hatte Sevilla offenbar nicht erwischt. Spätestens seit dem 0:2 kam nicht mehr viel von den Andalusiern. In der 40. Minute erhöhte der FC Barcelona in der Folge auf 3:0: Ein Suárez-Messi-Doppelpass brachte den Uruguayo erneut in Schussposition. Ein präziser Treffer unten rechts sorgte für die frühe Vorentscheidung in diesem Finale - noch vor Ende der ersten Halbzeit.


Zur zweiten Hälfte kam unter anderem Ex-Barça-Stürmer Sandro Ramírez beim FC Sevilla in die Partie. Eine Veränderung schuf dies allerdings nicht: die amtierenden Pokalsieger verloren ihren Spieltrieb nämlich nicht. Kapitän Iniesta war in der 52. Minute Nutznießer einer weiteren brillant heraus gespielten Kombination, umkurvte Soria und traf zum 4:0. Ist es einer der letzten Treffer für Iniesta im Dress der Katalanen?

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Traf per Elfmeter zum 5:0-Endstand: Philippe Coutinho


In der 64. Minute wieder einmal ein Lebenszeichen der Unterlegenen: der angesprochene Ramírez kam im Strafraum seines Ex-Vereins zum Abschluss, doch dieser war letztlich zu unplatziert. Die Partie flachte logischerweise ab, denn ein sportlicher Reiz bestand hier schon lange nicht mehr. Außer für Philippe Coutinho, der Protagonist der 69. Spielminute: der Brasilianer traf zum 5:0, doch Schiedsrichter Manzano ahndete ein Handspiel, das zuvor stattfand. Coutinho war es egal: er durfte den Elfmeter ausführen, verwandelte unten links und erhöhte letztlich doch auf 5:0.


In den letzten Minuten sah Busquets gelb, war in einen kleinen Tumult verwickelt und wurde von Valverde ausgewechselt. Dembélé erhielt noch einige Spielminuten, die Andalusier vollzogen ebenfalls noch einige Wechsel. Iniesta wurde mit Standing Ovations in Minute 88 vom Publikum verabschiedet. Dieses Finale war ohnehin schon längst entschieden und so gewinnt das Team von Ernesto Valverde auch in der Höhe verdient die Copa del Rey!