Am Samstagabend trifft im Bundesliga-Topspiel der Vierte aus Dortmund auf den Dritten aus Leverkusen. Es könnte bereits eine kleine Vorentscheidung im Kampf um die Königsklasse fallen. Daher will Bayer-Coach Heiko Herrlich in Dortmund erneut eine Top-Leistung sehen.


Das 2:6 sei schnell abgearbeitet worden, wie der Trainer auf der Pressekonferenz erklärte. „Unsere Leistung gegen München war okay. Ich habe meine Spieler wieder aufgebaut: Wir werden weiter an uns arbeiten und uns weiter entwickeln. Jetzt haben wir den BVB vor der Brust.“ Dort wolle man eine „Top-Leistung abrufen“, wie es weiter heißt.


Ein paar kleinere Fragezeichen hinter dem Personal gibt es aber dennoch. „Bis auf Joel Pohjanpalo, Wendell und Lars Bender (fünfte Gelbe) sind alle gesund. Bei Bernd Leno kann es knapp werden. Nach dem München-Spiel hatte er Probleme. Er wird heute mittrainieren, dann sehen wir weiter“, erklärte der 46-Jährige. Leno könnte durch Ersatzkeeper Ramazan Özcan vertreten werden, der zuletzt mit dem FC Ingolstadt in der Bundesliga spielte, aber im Sommer 2016 nach Leverkusen wechselte.


Auch eine weitere Personalie konnte Herrlich nicht abschließend klären. „Ob Lucas Alario in der Startelf steht, kann ich leider noch nicht verraten“, so der Übungsleiter. Die Marschrichtung ist dennoch klar: „Der BVB hat mehr Potenzial, als der Kader abruft. - Das macht sie so gefährlich. Sie stehen nach dem verlorenen Derby unter Druck und wollen zu Hause alles raushauen. Ihre Verunsicherung ist also da. Wir müssen so spielen, dass sie nicht in die Spur kommen.“


Sollte Bayer ein Sieg in Westfalen gelingen, ist die Tür zur Rückkehr in die Champions League drei Spieltage vor Schluss weit aufgestoßen. Damit hätte Herrlich die Werkself wieder in die Erfolgsspur und dem eigenen Anspruch nach dorthin zurückgeführt, wo man hingehört.