​Das Bild von einem jubelnden Nils Petersen durften die Fans vom SC Freiburg schon lange nicht mehr sehen. Seit sieben Spieltagen konnten die Breisgauer nicht mehr siegen. Vor allem für die Tormaschine Nils Petersen ist das ein scharfer Dorn im Auge. Der 29-Jährige war bis vor kurzem noch zweitbester Bundesligatorschütze (13 Treffer). Diesen Titel hat ihm nun Leverkusen-Stürmer Kevin Volland geklaut (14Treffer). Petersen will also wieder punkten, komme was wolle.


Petersen konnte in dieser Saison zeigen, was in ihm steckt. Nach dem Kniescheibenbruch von Mannschaftskollege Florian Niederlechner, durfte der 29-Jährige seine bisherige Joker-Rolle abgeben und einen Stammplatz in der Startelf annehmen. Zuletzt gab es jedoch einigen Trubel um den Stürmer, der vor allem durch die Rote Karte während des Schalke-Spiels ausgelöst wurde. Petersen persönlich geht mit diesem chaotischen Kapitel allerdings ganz gelassen um. "Ja, es sind keine einfache Zeiten jetzt, aber das sind auch wieder Erfahrunen, die man macht im Fußballer-Leben und es gehört auch dazu. Es geht mal hoch, mal runter. Aber das ist in jedem Berufsleben so. Dementsprechend sind wir ja auch Profis, um damit irgendwo klar zu kommen", ließ er gegenüber einem heiminternen Interview verlauten. 


Auch Petersen weiß, dass die letzten Woche nicht von Erfolg gekrönt waren. "Ich glaube, wir wissen selber, dass wir in den letzten Wochen nicht den besten Fußball gespielt haben und auch nicht das gezeigt haben, wozu wir in der Lage sind", so der Stürmer. Wie der SC Freiburg aus seinem sieglosen Tief herauskommen kann, weiß Petersen allerdings auch. "Wir hatten in dieser Saison bereits einige gute Serien, in denen wir ungeschlagen waren. Da müssen wir wieder hinkommen. Wir müssen wieder zu diesen Tugenen finden, um auch für den Gegner unangenehm zu sein. Wer nicht punkten kann, muss fühlen. Deswegen sind wir jetzt in der Situation wie wir sie haben."

Doch ganz so pessimistisch, wie Petersen gerade wirkt, ist er dann doch nicht. Für ihn ist es ganz einfach. Der SC muss wieder Tore schießen, dann kommt das Team auch aus diesem erfolglosen Loch wieder heraus. "Es würde uns unheimlich gut tun, einfach auch mal wieder in Führung zu gehen. Es ist schwer, nach einem Rückstand in der Bundesliga wieder aufzuholen, wie wir es einige Male geschafft haben. Es würde gut tun, so einen Dosenöffner im Spiel zu haben, um dann auch mal mit einer Führung im Rücken das Spiel angehen zu können", forderte Petersen. 


Vor allem im kommenden Spiel am Samstag gegen den Hambuger SV sieht der 29-Jährige gute Chancen auf einen Sieg. "Wir sehnen uns nach einem Erfolgserlebnis. In Hamburg sind es eigentlich immer angenehme Spiele dort. Wir hoffen natürlich auch, dass wir diesen offenen Schlagabtausch dann am Ende für uns gestalten können und dann auch diesen wichtigen Dreier einfahren können. Ziel ist es Hamburg endgültig hinter uns zu lassen." Auf die Frage hin, welche Gedanken ihm vor der anstehenden Partie durch den Kopf gehen, antwortete er: "Wir brauchen ein Erfolgserlebnis. Klar hätten wir auch gerne ein Heimspiel, aber es ist kein Wunschkonzert. Wir müssen einfach schauen, dass wir in Hamburg endlich wieder einen Dreier einfahren."