Nach zwei eher enttäuschenden Jahren könnte Paul Pogba das Old Trafford zum zweiten Mal verlassen. Das Verhältnis zu Trainer José Mourinho scheint zerrüttet, die Leistungen des Franzosen zu schwankend. Manchester United hat nun offenbar einen Preis für den Franzosen ausgerufen - und will so bei einem Transfer einen satten Gewinn erzielen.


Bevor der Stern von Paul Pogba bei Juventus Turin einst aufging, kickte der französische Nationalspieler in der Jugend von Manchester United. Den Durchbruch schaffte der 25-Jährige aber erst in Italien. Vier Jahre später gelang den Red Devils die spektakuläre Rückholaktion und machten den Mittelfeldspieler mit einer Ablösesumme von 105 Millionen Euro zum zwischenzeitlich teuersten Spieler des Planeten.


Der Transfer-Rekord wurde mittlerweile durch Neymar pulverisiert. Und auch die hohen Erwartungen an den Franzosen erfüllten sich in den knapp zwei Jahren im Old Trafford nicht. Pogba zeigt nicht die erwartete Dominanz, um den englischen Rekordmeister wieder in die alten Erfolgszeiten zu hieven. Zu wechselhaft sind Pogbas Leistungen im United-Trikot - die vergangenen drei Premier-League-Begegnungen können als perfektes Beispiel herhalten: Der Gala gegen Stadtrivale Manchester City folgte ein erneut schwacher Auftritt bei der 0:1-Pleite gegen West Brom, bevor ihm Trainer Jose Mourinho eine gute Leistung beim 2:0 gegen den AFC Bournemouth attestierte.

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Paul Pogba (l.) und sein Trainer José Mourinho (r.) sollen nicht miteinander klarkommen. Trennen sich die Wege im Sommer?


Zum portugiesischen Star-Coach soll das Verhältnis ohnehin angespannt sein. Auch wenn der ihn zuletzt ​vor der Kritik von United-Legende Paul Scholes in Schutz nahm. Und dennoch: Ein Verkauf Pogbas, dessen Vertrag in Manchester noch bis mindestens 2021 Gültigkeit besitzt, ​scheint längst nicht mehr ausgeschlossen. Vize-Chef Ed Woodward, einst federführend für den Transfer im Sommer 2016, hofft zwar weiter auf den Verbleib seines "Prestige-Einkaufs". Die Daily Mail berichtet nun aber, dass man dem Franzosen ein Preisschild umgehängt habe, zu dem man bereit wäre, Pogba zu verkaufen.

Zwischen 140 und 160 Millionen Euro soll der 25-Jährige kosten. Mit dieser stolzen Summe würde ManUnited nicht nur einen Gewinn von mindestens 35 Millionen Euro einfahren, sondern wolle auch den Kreis möglicher Abnehmer einschränken. Die britische Zeitung schreibt, dass lediglich Paris Saint-Germain, Stadtrivale City, der FC Chelsea, Real Madrid und der FC Barcelona in der Lage seien, den aufgerufenen Preis zu bezahlen. 

Die Zukunft von Pogba bleibt deshalb weiter offen. Sollte er bei der anstehenden WM in Russland mit der Equipe Tricolore erfolgreich sein und mit starken Leistungen aufwarten, erscheint ein Verkauf zu dem geforderten Preis durchaus möglich. Einen potenziellen Nachfolger hat United offenbar schon an der Angel. Der Brasilianer Fed von Shakhtar Donetsk soll kommen. Am 25-jährigen Nationalspieler soll aber auch Manchester City starkes Interesse zeigen. Der spielt seit fünf Jahren in der Ukraine und hat dort seinen Vertrag erst im Januar bis 2023 verlängert. Rund 50 Millionen Euro würden für Fred wohl fällig.