​Eigentlich schien eine Vertragsverlängerung von Rafinha beim FC Bayern nur noch Formsache. Nachdem der Brasilianer bereits vor Tagen ankündigte, dass er tendenziell in München bleiben wolle, zögert der Außenverteidiger aber noch immer mit der Unterschrift.


"Es sieht gut aus", betonte Rafinha in einem Interview mit Sport 1. "Wir müssen uns jetzt erst mal auf die nächsten Spiele konzentrieren. Jetzt kommt das Halbfinale gegen Real Madrid und dann schauen wir, was geht." 

Bayern will Rafinha halten, der Brasilianer will in München bleiben. Wo ist der Haken? Der Rekordmeister will Ü30-Spielern keine langfristigen Verträge anbieten. Das mussten selbst Superstars wie Arjen Robben und Franck Ribéry am eigenen Leibe erfahren, deren Arbeitspapiere nur um ein Jahr verlängert wurden. Rafinha aber will sich mit einem Ein-Jahres-Vertrag nicht abspeisen lassen.


Zudem ist er mit seinen 32 Jahren noch ein Stück jünger als "Robbery", sodass er das Angebot seines Klubs für nicht angemessen hält. Der Deal: Rafinha will mindestens noch zwei Spielzeiten bei den Bayern bleiben. Lassen sich Uli Hoeneß und Co. auf die Forderung ein? Immerhin wäre der Ex-Schalker im Sommer ablösefrei und sicher auch für andere Vereine interessant.


Nach der Verletzung von David Alaba bekam der Abwehrspieler zuletzt mehr Einsatzzeiten und wusste zu überzeugen: "Vielleicht bin ich nicht der erste in den Medien oder in der Werbung, aber für meine Mannschaft und meinen Verein tue ich alles. Ich bin topfit und warte immer auf meine Chance", so Rafinha weiter. "Wenn ich spiele, bin ich da. Egal, ob von Anfang an oder in der zweiten Halbzeit. Ich gebe immer alles. Das ist das Erfolgsgeheimnis."