​Acht Monate oder 250 Tage musste Tobias Stobl auf diesen Moment warten. "Ausgerechnet" in seiner Geburtsstadt München war es soweit: Der Gladbacher Defensiv-Allrounder gab gegen die Bayern sein Comeback nach schwerer Knieverletzung. Für die kommende Saison hat der 27-Jährige ehrgeizige Pläne. Dann soll es wieder ähnlich laufen wie in seinem ersten Jahr am Niederrhein.


Die durchwachsene Saison von Borussia Mönchengladbach ist gezeichnet von zahlreichen Verletzungen. Tobias Strobl erwischte es schon in der Sommer-Vorbereitung: Beim Testspiel gegen Leicester City blieb der 27-jährige Defensiv-Allrounder mit den Stollen im Rasen hängen und riss sich das Kreuzband und den Meniskus im rechten Knie. Acht Monate ist das jetzt her - am vergangenen Samstag feierte Strobl in seiner Geburtsstadt München sein Kurz-Comeback.

Leicester City v Borussia Moenchengladbach - Preseason Friendly

Da war es bereits passiert: Tobias Strobl (auf dem Boden) hält schmerzverzehrt die Hände vors Gesicht. Im Test gegen Leicester riss er sich das Kreuzband.



Strobls Einwechslung neun Minuten vor Spielende geriet angesichts der ​1:5-Klatsche gegen die Bayern allerdings in den Hintergrund. "Natürlich würde man lieber bei einem anderen Ergebnis in die Partie kommen, aber ich war froh, dass ich wieder gespielt habe. Ich freue mich, zurück auf dem Platz zu sein", erklärte Strobl dem ​kicker. Für ihn war es nach selbst gezählten 250 Tagen ein Meilenstein wieder auf der Bundesliga-Bühne zu stehen. 

"​Es war eine lange Leidenszeit", meinte Strobl nach überstandener Verletzung - der ersten schweren Blessur in seiner Karriere. Die Saison neigt sich vier Spieltage vor Schluss dem Ende entgegen. So gesehen ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt für eine Rückkehr. Strobl sieht das allerdings positiv. "Es wäre schön, wenn ich noch einige Minuten sammeln könnte", meinte der 27-Jährige und blickt bereits auf die kommende Spielzeit voraus. "Ich will zur nächsten Saison wieder neu angreifen. Das ist mein Ziel", lautet sein ehrgeiziger Plan.


Dann soll es wieder so laufen wie in seinem ersten Jahr am Niederrhein. Nach seinem ablösefreien Wechsel im Sommer 2016 aus Hoffenheim gehörte Strobl zum erweiterten Stamm-Personal bei den Fohlen. 18-mal stand er in der Bundesliga in der Startelf, insgesamt reichte es für 23 Einsätze, obwohl er sieben Partien aufgrund zweier Muskelverletzungen, einer Gelbsperre und einer Gelb-Roten-Karte verpasste. In der Champions League kam Strobl in fünf von sechs Spielen in der Anfangsformation zum Einsatz.