​Eigentlich könnte alles so schön sein bei Paris Saint-Germain. Zugegeben: In der Champions League war in diesem Jahr bereits im Achtelfinale gegen ​Real Madrid  Schluss, in der Ligue 1 marschierte man aber problemlos zu einer weiteren Meisterschaft. Für mächtig Ärger sorgte nun aber ausgerechnet Neymar, der ansonsten doch Jubelstürme bei den Fans auslösen sollte. Der verletzte Superstar glänzte bei der Meisterfeier der Pariser durch Abwesenheit und brachte damit den ehemaligen Nationalspieler Christophe Dugarry zur Weißglut.


Während seine Teamkollegen mit einem 7:1-Kantersieg gegen die zweitplatzierte AS Monaco den Titel klar machten, weilte der 26-Jährige in seiner brasilianischen Heimat. Nun könnte man dem Südamerikaner zugute halten, dass er sich derzeit von einem Haarriss im Fuß erholt und seinem Team auf dem Platz ohnehin nicht hätte helfen können. Ein 'Geschmäckle' bekam die Abwesenheit des Superstars aber durch einen Post auf den sozialen Netzwerken.

Dabei zeigte der 83-fache brasilianische Nationalspieler, wie er an zwei Bildschirmen gleichzeitig seiner Leidenschaft des Online-Pokers nachgeht. Lediglich im Hintergrund lief die Übertragung des Spiels seiner Mannschaft. Für dieses demonstrative Desinteresse zeigte der ehemalige französische Nationalspieler Christophe Dugarry gegenüber RMC Sport keinerlei Verständnis. "Wie kann Neymar nicht bei seinen Teamkollegen sein, wenn es um den Titel geht und dann nicht einmal mit ihnen feiern? Wie kann es nur möglich sein, dass PSG das akzeptiert? Wie kann er seinen Teamkollegen noch in die Augen gucken, wenn er sich so benimmt?", so der wutentbrannte 46-Jährige.


"Er spuckt auf den Verein!", legte der Franzose nach und mutmaßte, dass sich Neymar bei seinem Ex-Verein ​FC Barcelona niemals so verhalten hätte. Das große Ziel, einmal die Champions League zu gewinnen, sieht der ehemalige Profi mit solchen Protagonisten mehr als gefährdet. Er könne Spieler nicht ausstehen, sich nur um sich selbst kümmern, schließlich könne man nur im Kollektiv Spiele gewinnen.