​Der FC Schalke 04 ist am gestrigen Mittwochabend ​denkbar unglücklich aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Dabei sorgte ein angebliches Handspiel vor dem vermeintlichen Ausgleichstreffer der 'Königsblauen' gegen Eintracht Frankfurt für mächtig Ärger. Nach der Partie erklärte der Sportvorstand der Knappen ​Christian Heidel, dass der Unparteiische seinen Fehler eingesehen hat.


Franco di Santo hatte vor seinem Schuss ins Tor in der Nachspielzeit des DFB-Halbfinales den Ball mit der Schulter angenommen. Schiedsrichter Robert Hartmann hatte die Situation falsch eingeschätzt und ahndete ein vermeintliches Handspiel, da er der Ansicht war, der Argentinier hätte verbotenermaßen seinen Oberarm benutzt.

Wie Sky-Experte Markus Merk nach der Partie richtig analysierte, hätte der Ausgleichstreffer der Schalker demnach zählen müssen. "Es war natürlich kein Handspiel. Robert Hartmann stand optimal und hatte eine klare Sicht. Bei dem Körpereinsatz von di Santo war er überzeugt davon, dass es ein Handspiel war, aber es war ein Wahrnehmungsfehler", so der ehemalige Weltschiedsrichter. Dadurch, dass der 38-jährige Referee die Szene bereits abgepfiffen hatte bevor der Ball im Tor landetet, konnte auch der Videoschiedsrichter nicht eingreifen. 


​Nach der Partie äußerte sich auch Schalke-Manager Christian Heidel über die unübersichtliche Situation in den letzten Minuten. "V
on der Bank war das ganz schwierig zu erkennen. Ich habe zuerst gar nicht mitbekommen, was er überhaupt gepfiffen hat. Und wenn es sich jetzt im Nachhinein anschaut, muss man sagen, dass er falsch gelegen hat. Und der Schiedsrichter weiß, dass es falsch war. Ich habe eben noch mit ihm gesprochen", so der 54-Jährige laut spox.com.


Dabei habe der Schiedsrichter ihm erklärt, er sei sich sicher gewesen, dass es Hand war. Er habe dennoch Verständnis für Hartmann: "Wenn er sich sicher ist, dass es Handspiel ist, muss er pfeifen. Er hat auf mich gerade keinen sehr glücklichen Eindruck gemacht. Wir haben aber sehr nett miteinander gesprochen. Es bringt ja nichts." 

Sauer aufgestoßen ist Heidel hingegen, dass es den Eckball vor dem Führungstreffer der Hessen "nie hätte geben dürfen". Der Frankfurter Marco Fabian hatte Benjamin Stambouli gefoult, statt Freistoß für Schalke, gab es aber Eckball für die 'Adler'. Dennoch sei man für das Ausscheiden selbst verantwortlich, schließlich hätte man "die Chancen die wir in der zweiten Halbzeit gehabt haben, nutzen müssen."