​Der FC Bayern München muss für die verbleibenden Spiele in dieser Saison ohne Mittelfeld-Abräumer Arturo Vidal auskommen. Der Chile laborierte in den letzen Wochen an einer Kapselreizung im Knie. Nach einer Operation am Montag hat der Rekordmeister nun die traurige Gewissheit, dass der zentrale Mittelfeldspieler ​in dieser Spielzeit nicht mehr auflaufen kann. Doch im breiten Kader der Bayern gibt es mehrere Möglichkeiten, um den Ausfall aufzufangen.


Bis zu seiner Verletzung galt Vidal als einer der wichtigsten Spieler im Zentrum der Münchner. Dabei harmonierte der 30-Jährige prima mit Javi Martinez und James Rodriguez. Zuletzt wurde er jedoch bereits auf eindrucksvolle Art und Weise von Corentin Tolisso ersetzt. Der 23-Jährige ist trotz seines jugendlichen Alters schon recht robust und kann spielerisch locker mit dem Routinier mithalten. In internationalen Begegnungen birgt er jedoch ein gewisses Risiko, da er noch unerfahren ist und sich noch nicht gegen die Besten der Besten bewährt hat.

Eine offensivere Variante wäre es, wenn Thomas Müller das zentrale Mittelfeld-Trio komplettieren würde. Der 90-fache deutsche Nationalspieler gilt ohnehin als die Allzweckwaffe des Teams von Trainerlegende Jupp Heynckes. Gerade gegen kleinere Gegner, könnten die Bayern dadurch noch mehr Offensivwucht entwickeln. Gegen dicke Brocken wie Champions-League-Halbfinalgegner Real Madrid, wäre der 28-Jährige aber auch defensiv enorm gefordert.


Fußballästheten würden hingegen voll auf ihre Kosten kommen, wenn sich der 72-jährige Cheftrainer der Bayern für Thiago entscheiden würde. Der Spanier ist mit einer Passquote von 90,2 Prozent der ballsicherste Mittelfeldspieler der Liga und könnte gemeinsam mit James Rodriguez jeden Gegner vor Probleme stellen. Auf Javi Martinez würde in dieser Konstellation noch mehr defensive Last hinzukommen, auch wenn sein 27-jähriger Landsmann schon unter Beweis stellen konnte, dass er auch defensiv ackern kann.

Eher unwahrscheinlich ist hingegen, dass ​Sebastian Rudy eine Chance erhält. Der Neuzugang von der TSG 1899 Hoffenheim war unter Heynckes zuletzt häufig außen vor und fühlt sich eher in einem klassischen 4-4-2-System wohl. Dabei könnte er neben Javi Martinez auflaufen. Auch ein offensives 4-3-3-System wäre mit dem Deutschen denkbar. Hierbei würden Thiago, Martinez und Rudy im Zentrum auflaufen. Der zuletzt so formstarke James Rodriguez müsste dabei aber auf die Außenbahn ausweichen.