​Er ist einer der Gewinner, seitdem Jupp Heynckes das Traineramt beim FC Bayern München übernahm: Sven Ulreich. Wie Heynckes mehrmals betonte, sei Ulreich bei seiner Ankunft ein Torhüter ohne Selbstvertrauen gewesen, dessen Standing in der Mannschaft auch nicht sonderlich gut gewesen sei. Mit den aktuellen Leistungen lässt der ehemalige VfB-Keeper selbst einen Manuel Neuer in Vergessenheit geraten. Gegenüber dem Kicker lobte Ulreich den aktuellen Cheftrainer der Münchner. Kritik hatte er hingegen für Vorgänger Ancelotti übrig.


"Es war brutal wichtig, dass Heynckes mir Selbstvertrauen gab und sein Vertrauen aussprach. Davor war es wirklich so, dass Carlo Ancelotti nicht auf mich stand, wenig Vertrauen in mich hatte, wenig kommunizierte", so äußerte sich Ulreich gegenüber dem Kicker.

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"Bei einem Fußballer geht vieles über Vertrauen", so Ulreich, welches er von Heynckes offenbar spürt.


Der 29-Jährige betonte zudem, wie wichtig es für einen Spieler, insbesondere für einen Torwart ist, das Vertrauen des Trainers zu spüren. "Bei einem Fußballer geht aber vieles über Vertrauen. Es ist die halbe Miete, wenn man das vom Trainer und von den Verantwortlichen bekommt, gerade für einen Torwart." Unter Ancelotti leistete sich Ulreich den einen oder anderen Patzer. Ein Abschied schien wahrscheinlich, sein 2018 auslaufender Vertrag wäre wohl nicht verlängert worden.


Dank des Heynckes-Effekts sicherte Ulreich dem Team mit diversen Glanzparaden teilweise Punkte, Vorsprünge oder Spiele. Der Triple-Trainer scheint ihm also neues Vertrauen mit auf den Weg gegeben zu haben, was sich positiv auf die Leistungen auswirkte. Folglich entschied man sich dann eben doch für eine Verlängerung des Vertrages, der nun bis zum 30.06.2021 Gültigkeit hat.

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Von Ulreich ebenfalls gelobt: Torwarttrainer Toni Tapalovic.


Nicht nur Heynckes wird von Ulreich dabei gelobt, sondern auch Torwarttrainer Toni Tapalovic. "Tapa macht ein sehr gutes Training. Wir schauen oft Aktionen vom Training und Spielen an. Das hilft, um zu sehen, woran ich noch arbeiten muss." 


"Ein Ziel von mir", kommentierte Ulreich knapp und meinte damit den Traum, für die Nationalmannschaft zu spielen. Aktuell wird sein Name als mögliche Nummer 3 hinter Neuer und ter Stegen für die anstehende WM diskutiert. Diplomatisch zeigt er sich hingegen in Bezug auf seine Vertreterrolle für Manuel Neuer. "Wenn Manu wieder fit ist und der Trainer sagt, er spielt, ist es okay."