Zur Überraschung aller fand Leon Bailey im DFB-Pokalhalbfinale gegen den FC Bayern (2:6) keinen Platz in der Anfangsformation. Dem Umfeld des Jamaikaners missfällt diese von Bayer Leverkusens Trainer Heiko Herrlich getroffene Entscheidung – vor allem Baileys Berater lässt seinem Unmut freien Lauf.


Leon Bailey ist in dieser Saison einer der Leistungsträger in Leverkusen. Doch in den vergangenen Wochen hatte seine steile Formkurve eine kleine Delle erlitten. Bayer-Trainer Heiko Herrlich entschied sich vor dem Pokalspiel somit für Karim Bellarabi von Beginn an – und ließ Bailey im Gegenzug auf der Bank Platz nehmen.


Diese Maßnahme sorgte vor allen Dingen im Management Baileys für Unmut. „Sie setzen ihn auf die Bank, sie bringen ihn hinten links und sie spielen ihn nicht an“, schrieb der Berater und Stiefvater des jungen Jamaikaners, Craig Butler, gemäß kicker auf Twitter. Nach anfänglichen Schwierigkeiten unter dem Bayerkreuz spielte Bailey mit neun Toren und sechs Vorlagen groß auf.

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Leon Bailey saß gegen die Bayern vorerst auf der Bank


Dass der 20-Jährige in den vorigen Wochen etwas verhaltener als sonst agierte, fiel nicht sonderlich ins Gewicht. Gegenüber dem Sportbuzzer lobte Leverkusens Manager Rudi Völler seinen Flügelflitzer: „Er ist ernst, sehr lernwillig, trainiert sehr gut. Ich habe nicht das Gefühl, dass ihm bisher etwas zu Kopf gestiegen wäre.“


Die Gerüchteküche brodelte zuletzt. ​Die ganz großen europäischen Klubs (unter anderem Real Madrid) sollen sich um Bailey bemühen. Doch der ambitionierte Linksfuß wird auch in der kommenden Saison für die Werkself auflaufen. Interessierte Klubs werden im Zuge einer möglichen Verpflichtung vor allem das Verhalten seines Beraters im Auge behalten.