​Im vergangenen Oktober gingen der SV Werder Bremen und Cheftrainer Alexander Nouri getrennte Wege. Nach zehn Spieltagen ohne Sieg zogen die Verantwortlichen ​die Reißleine und stellten den 38-Jährigen frei. Im Sommer will der Deutsch-Iraner seine sinnvoll genutzte Pause beenden und eine neue Aufgabe übernehmen.


"Die Trennung verlief sauber", blickt Nouri im Interview mit der Sport Bild auf seine Entlassung zurück. Ende Oktober war das Aus des 38-Jährigen nach zehn sieglosen Bundesliga-Partien besiegelt. "Ich wünsche dem Club nur das Beste", betonte der Übungsleiter. "Aber seitdem ich freigestellt bin, ist das Thema für mich abgehakt."


Der Deutsch-Iraner hatte seit seiner Entlassung durchaus die Möglichkeit, bei einem neuen Verein anzufangen. "Ich hatte bereits Angebote, auch aus interessanten Ligen aus dem Ausland", gab der ehemalige Werder-Coach zu Protokoll. Nouri lehnte jedoch ab, da er sich bewusst Zeit zur Selbstreflexion nehmen wollte. 

Die vergangenen Monate nutzte der 38-Jährige intensiv, um sich in vielen Bereichen neues Wissen anzueignen und weitere Erfahrungen zu sammeln. Nouri weilte Anfang Januar in der Türkei, wo er unter anderem das Trainingslager von Schachtar Donezk beobachtete. "Da sah ich neben verschiedenen Trainingseinheiten zwölf Spiele in fünf Tagen", erklärte der Übungsleiter. Nouri schaute zuletzt auch beim Handball-Erstligisten SG Flensburg-Handewitt vorbei. 


"In Flensburg sind einige der besten Handballer der Welt unter Vertrag. Der Verein spielt seit 23 Jahren ununterbrochen europäisch, zuletzt meist in der Champions League. Das ist die pure Weltklasse", schwärmte der 38-Jährige. Das "Wichtigste im Trainerberuf" ist aus der Sicht von Nouri, dass "man im Bereich Führung immer dazulernen muss". Nach seiner lehrreichen Auszeit ist der Übungsleiter bereit für neue Aufgaben. "Im Sommer würde ich gerne wieder einsteigen", erklärte der Deutsch-Iraner.