​Erst Streik, dann Degradierung. Walace hat sich zuletzt beim Hamburger SV nicht mit Ruhm bekleckert. Eine Trennung im Sommer gilt als wahrscheinlich, auch, weil der HSV im Falle des wahrscheinlichen Abstiegs auf finanzielle Einnahmen angewiesen ist. Bei einem Gipfel der Vereins-Bosse soll über die Zukunft des Olympiasiegers entschieden werden.


Laut einem Bericht der MoPo soll in zwei Wochen ein Treffen zwischen den Beratern Walaces und der Vereinsführung stattfinden. Doch die "Rothosen" sind sich bewusst, dass der Marktwert des Brasilianers durch die jüngsten Vorfälle stark gesunken ist. Zehn Millionen Euro zahlte der Liga-Dino noch vor einem Jahr. Nun wäre man froh, wenn man ohne großen Verlust aus der Sache heraus käme.



Aktuell trainiert Walace bei der U21 des HSV. Dass der 23-Jährige in Hamburg noch einmal Fuß fasst, ist mehr als unwahrscheinlich. Erst recht nicht in der zweiten Liga. Interesse soll laut dem Blatt aus Portugal, Spanien, Brasilien und England bestehen. Ob die dortigen Klubs aber bereit sind, die in dem Treffen festgelegte Ablösesumme für den Mittelfeldspieler zu zahlen? 


Sportliche Schlagzeilen schrieb der Streik-Profi nämlich kaum. In 27 Spielen erzielte Walace zwei Treffer. Seit Anfang des Jahres fand der Brasilianer nur durch Aktionen Abseits des Platzes Erwähnung: Streik, Degradierung, Mailand-Trip. Doch nicht nur der HSV kann bei einem Abgang von Walace drei Kreuze machen. Auch der Mittelfeldmann selbst weiß, dass er sich bei seinem neuen Verein nun zusammenreißen muss.