​Der SC Freiburg steht nach der 0:2-Niederlage gegen den direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt Mainz 05 auf dem 16. Tabellenplatz und somit dem Relegationplatz. Gegen die Rheinhessen sorgte vor allem der Videoschiedsrichter für Aufsehen, der in der Halbzeitpause eingriff und einen umstrittenen Elfmeter für die Mainzer gesehen hatte, für den beide Mannschaften extra wieder aus der Kabine kommen mussten. Nun bezog der Sport-Club Stellung zu dieser Entscheidung.


Beide Mannschaften hatten eigentlich schon den Gang in die Kabine angetreten, als Schiedsrichter Guido Winkmann von seinem Videoassistenten auf ein Handspiel des Freiburgers Marc-Oliver Kempf aufmerksam gemacht wurde, das sich unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff abspielte. Da die Halbzeit die nächste Spielunterbrechung war, erfolgte der Bescheid erst, als beide Mannschaften schon den Platz verlassen hatten. Somit entschied Winkmann auf Strafstoß und ließ beide Mannschaften auf das Spielfeld zurückkommen. Pablo de Blasis trat schließlich an und erzielte das wichtige 1:0 für den 1. FSV Mainz 05. Der SC Freiburg äußerte sich in einer Stellungnahme auf seiner Homepage nun wie folgt zur Entscheidung:



"Die Art und Weise, wie am Montag per Videoassistent ins Spiel eingegriffen wurde, war extrem unglücklich. Dass Spieler einer Mannschaft nach dem Halbzeitpfiff aus der Kabine wieder aufs Spiel zurück beordert werden, kann nicht im Sinne des Fußballs sein." Die Breisgauer sprechen zudem davon, dass der "rechtliche Rahmen der Entscheidung unpräzise, intransparent und in Teilen unbekannt" sei. Es sei "äußerst fraglich, ob unter den gegebenen Umständen von einem zum Einspruch berechtigenden Regelverstoß ausgegangen werden kann". Der Abstiegskandidat sieht dringenden Handlungsbedarf und betont, dass die Bundesliga "kein Experimentierfeld" sein darf. Genauso wenig dürften der Videoassistent und seine Rahmenbedingungen ein "rechtsfreier Raum" sein.


Trotz der höchst umstrittenen Entscheidung, die laut dem SCF entgegen der Richtlinien erst getroffen wurde, nachdem Schiedsrichter Winkmann das Spielfeld bereits verlassen hatte, erklärte man, keinen Einspruch einzugelegen. Man wolle den Fokus nach der Niederlage voll und ganz auf die letzten vier Bundesligaspiele und den Kampf um den Klassenerhalt richten.