​Josep Guardiola ist ein Trainer, der sich von seinen jeweiligen Vereinen gerne den einen oder anderen Top-Star kaufen und dafür auch bis an die Grenze des Budgets gehten lässt. Beim FC Barcelona nickte er den letztlich kostspieligen Transfer von Zlatan Ibrahimović ab, auch beim deutschen Rekordmeister sorgte der Katalane für einige Veränderungen im Kader. Manchester City gab allerdings besonders viel Geld für neue Spieler aus. 


Ergeht es den 'Sky Blues' bald wie dem FC Barcelona? Aufgrund von Unregelmäßigkeiten bei den Transfers von minderjährigen Spielern war Guardiolas Ex-Klub mit einer Transfersperre versehen worden. Spieler konnten zwar immer noch verpflichtet, durften für den Spielbetrieb aber nicht offiziell angemeldet werden. Den 'Citizens' droht nun dasselbe Schicksal.

Tottenham Hotspur v Manchester City - Premier League

Muss Guardiola künftig auf Neuzugänge wie Gabriel Jesus verzichten? Eine Transfersperre könnte nun dafür sorgen.


Grund hierfür ist der Wechsel von Benjamin Garré. Das 17-jährige argentinische Talent war zum 11.07.2016 nach Manchester gewechselt und hatte seinen Heimatverein Vélez verlassen. Zunächst war der Flügelspieler für die U18-Mannschaft des feststehenden englischen Meisters vorgesehen, dann rückte er in das U23-Team auf. 


Das Problem dabei ist nun, dass der Spieler nur wenige Tage nach seinem 16. Geburtstag zum Premier-League-Klub wechselte, was den Verdacht aufkommen lässt, dass schon zuvor eine Kontaktaufnahme zwischen Verein und Spieler stattfand. Dies wäre nicht mit den gegebenen Regeln vereinbar. In den nächsten Tagen wird mit einem Urteil seitens des CAS gerechnet, dass schlimmstenfalls ein Registrierungsverbot für die nächsten zwei Transferperioden nach sich ziehen könnte. Sollte man von Vereinsseite aus Einspruch einlegen, wenn es wirklich zu einer Verurteilung kommen sollte, würde sich das Prozedere allerdings weiter verzerren.