Nachträgliche Strafe für Chelseas Marcos Alonso. Nach seinem üblen Tritt gegen Southamptons Shane Long zieht die FA den spanischen Linksverteidiger für drei Spiele aus dem Verkehr. Alonso hat nun bis Mittwochabend Zeit um Protest einzulegen, andernfalls muss er zuschauen, wenn es im FA-Cup-Halbfinale am Sonntag erneut gegen die Saints geht.


Marcos Alonso droht die nächsten drei Spiele für den FC Chelsea zu verpassen. Der spanische Linksverteidiger der Blues wurde vom englischen Fußballverband FA nachträglich für ein Foul an Shane Long beim 3:2-Sieg des FC Chelsea gegen den abstiegsbedrohten FC Southampton bestraft.

Wie angekündigt ​untersuchte die FA die Szene vom vergangenen Samstag noch einmal genau und kam zu dem Schluss, den 27-Jährigen mit einer Sperre zu belegen. Alonso hatte in der 43. Minute Gegenspieler Shane Long übel mit den Stollen voraus gegen die Wade getreten. Schiedsrichter Mike Dean war das Vergehen des spanischen Nationalspielers aber wohl entgangen, obwohl er direkt daneben stand. 

"Shane hat eine Wunde am Wadenbein. Nachdem ich es noch einmal gesehen habe, ist es eine klare Rote Karte", echauffierte sich Southampton-Trainer Mark Hughes gegenüber Sky Sports UK. "Es gibt eine klare Absicht, Shane zu verletzen. Es ist ein gefährliches Tackle und das Bein hätte brechen können", zog Alonso den Zorn des Saints-Manager auf sich. Der war auch über das Verhalten der Offiziellen enttäuscht, die alle "in einem Radius von zehn bis 15 Meter um die Szene herumgestanden" seien. 


Alonso und der FC Chelsea können bis Mittwoch 19 Uhr (deutscher Zeit) gegen das Urteil der FA vorgehen, andernfalls wird es rechtskräftig. Besonders pikant: Neben den Premier-League-Partien gegen den FC Burnley am Donnerstag und bei Swansea City (28.4.) würde Alonso auch das FA-Cup-Halbfinale am kommenden Sonntag (16 Uhr) verpassen. Dort treffen die Blues erneut auf den FC Southampton.