Auf der Suche nach einem neuen Trainer soll Eintracht Frankfurt bei einem ehemaligen Bundesliga-Trainer nachgefragt haben. Der ehemalige Leverkusen-Coach, Roger Schmidt, arbeitet derzeit in China und ist wohl einer der Kandidaten für die Kovac-Nachfolge.


​Kaum ist der Kovac-Schock bei Eintracht Frankfurt einigermaßen verdaut, laufen auch schon die ​Spekulationen um den möglichen Nachfolger auf Hochtouren. Der Erfolgscoach verlässt die Eintracht dank einer Ausstiegsklausel am Saisonende in Richtung Bayern München - Frankfurt braucht einen neuen Mann an der Seitenlinie, der die Hessen vor einer möglichen Europapokal-Saison übernimmt.


​Die Irritationen um den Vorgang des Kovac-Wechsels mit dem FC Bayern soll Sportvorstand Fredi Bobic mittlerweile ausgeräumt haben. Die Bayern hatten den kritischen Worten des Eintracht-Sportchefs gönnerhaft entgegengehalten, nun habe man länger Zeit einen Nachfolger zu suchen. Doch damit wurde Bobic in Zusammenarbeit mit Sportdirektor Bruno Hübner eher einen Bärendienst erwiesen. Denn statt im Stillen nach einem neuen Übungsleiter zu suchen, wird die Nachfolger-Fahndung zu einem medial breitgetretenen Schauspiel.


In diesem wird nun ein neuer Name gehandelt. Neben den zuvor favorisierten Kandidaten um ​Hannover-Coach André Breitenreiter, Jens Keller oder ​Marco Rose von RB Salzburg kommt ein weiterer (gar nicht so) alter Bekannter aus der Bundesliga ins Spiel: Die Eintracht soll sich bei Roger Schmidt erkundigt haben, wie die ​Frankfurter Rundschau "aus dem Umfeld des Trainers" erfahren haben will. 

Der 51-Jährige wurde Anfang März bei Bayer Leverkusen nach knapp drei Jahren freigestellt und sitzt seit Juli vergangenen Jahres auf der Trainerbank von Beijing Sinobo Guoan in China, wo er noch bis Ende 2019 fürstlich entlohnt werden dürfte. Er soll demnach einer von mehreren Kandidaten sein, die von Bobic und Hübner auf ihre Eintracht-Tauglichkeit geprüft werden sollen. Hübner habe schon 2014 nach dem Abgang von Armin Veh auf Schmidt setzten wollen, der sich damals jedoch für Leverkusen entschied. 


Für Schmidt wäre die Eintracht eine gute Möglichkeit wieder nach Deutschland in die Bundesliga zurückzukehren. Auf der anderen Seite dürfte er am Main bei Weitem nicht so gut bezahlt werden wie im Reich der Mitte.