Im Halbfinale der Champions League kommt es für ​James Rodriguez vom FC Bayern München zu einem Treffen mit vielen alten Bekannten. Vor dem Duell gegen Real Madrid sprach der Mittelfeldspieler über die besondere Herangehensweise der Königlichen und warnte davor, sich zu sehr auf seinen ehemaligen Teamkollegen ​Cristiano Ronaldo zu fokussieren.


Der 26-Jährige ist noch bis zum Sommer 2019 von Real nach München ausgeliehen und kennt den Gegner daher wie seine Westentasche. In einem Gespräch mit der tz schätzte der Kolumbianer die Chancen für ein Weiterkommen des deutschen Rekordmeisters ein. "Wir Spieler müssen uns auf das wirklich Wichtige fokussieren: Um gegen eine Mannschaft wie Real Madrid dagegenhalten zu können, müssen wir spielerisch wie physisch in Top-Verfassung sein", so der offensive Mittelfeldakteur.

In der Vorsaison waren die Bayern im Viertelfinale gegen den späteren Titelgewinner ausgeschieden. Das erneute Aufeinandertreffen sollte man dennoch nach Ansicht des Spielmachers nicht als "Revanche" begreifen, sondern "einfach als zwei Spiele auf dem Weg zum Endspiel." Dabei sei es wichtig, die Ruhe zu bewahren und an sich selbst zu glauben. Aber auch spielerisch und physisch müsse man in "Top-Verfassung" sein. 


In der spanischen Liga bleiben die 'Königlichen' in dieser Saison einiges schuldig und liegen abgeschlagen auf dem dritten Platz. In der Champions League konnten sie aber dennoch zumeist überzeugen. Auch James bestätigte, dass die Königsklasse für Real etwas ganz besonderes sei. "In der Champions League legen sie stets einen anderen Chip ein als in der Meisterschaft und schaffen es, das Letzte aus sich herauszuholen. Sie wissen, was es braucht, um Jahr für Jahr um diesen Pokal zu kämpfen, schließlich haben sie im Europapokal und der Champions League Geschichte geschrieben", so der Linksfuß. 

Doch die Bayern müssen sich nicht verstecken, schließlich habe die Geschichte gezeigt, "dass Bayern weiß, wie man Partien gegen Real Madrid anzugehen hat." Beim Duell gegen die Spanier, treffen die Bayern auch erneut auf ​Cristiano Ronaldo. Der Portugiese zeigte sich zuletzt wieder in überragender Form und hat in der laufenden Champions-Leauge-Saison bereits sensationelle 15 Treffer erzielt. Die Nummer elf der Bayern bezeichnete ihn daher als "eine Tormaschine". Er sei immer da, wo er gebraucht wird. Um ihn in den Griff zu bekommen, müsse man eine "Top-Teamleistung" abliefern.


Dennoch warnte der ehemalige Königliche davor, sich zu sehr auf CR7 zu versteifen. "Real Madrid ist nicht nur Ronaldo, sie verfügen auch auf den restlichen Positionen über starke Spieler. Einfach wird es nicht, soviel steht fest", so der Südamerikaner.