​Nach der 0:2-Derbypleite auf Schalke wehen die Fahnen in Dortmund auf Halbmast. Die Mannschaft präsentiert sich weiterhin blutleer und seelenlos, die Trainerfrage ist immer noch nicht geklärt und Torjäger Michy Batshuayi wird wegen seiner Knöchelverletzung kein Spiel mehr für den BVB bestreiten können. Die kommenden Wochen werden keine leichten für die Schwarz-Gelben. Michael Zorc versucht, Hoffnung zu schüren.


"Wir müssen jetzt improvisieren", betonte der Sportdirektor gegenüber Der Westen und bezog sich dabei auf die vakante Position im Sturm, nachdem sich Michy Batshuayi im Derby eine schwere Knöchelverletzung zuzog und für den Rest der Saison ausfallen wird. Back-Up Alexander Isak, ein 18-jähriges Talent, scheint nicht wirklich bereit für die Rolle des Stammstürmers. Andriy Yarmolenko, André Schürrle und Maximilian Philipp könnten in die Spitze rückten, doch die Genannten überzeugten zuletzt nicht einmal auf ihren etatmäßigen Positionen. Zudem kehrt der Ukrainer Yarmolenko erst von einer langen Verletzung zurück.

Nachdem in der Hinrunde die Defensive noch für Grauen sorgte, tut sich im neuen Jahr die Offensive des Revierklubs extrem schwer: "Natürlich war das viel zu wenig, insbesondere, was die eigene Spielentwicklung und die eigenen ­Offensiv-Bemühungen angeht", ­resümierte Zorc. "Erst nachdem Schalke das 1:0 gemacht hat, haben wir uns in der gegnerischen Hälfte behaupten und eigene Chancen herausspielen können." Einzig im Heimspiel gegen Stuttgart konnte der BVB seine Klasse einigermaßen auf den Rasen bringen. Nun fehlt mit Batshuayi aber der zuletzt beste Offensivmann.


"Trotzdem ist natürlich die klare Zielsetzung, am kommenden Samstag einen unmittelbaren Konkurrenten zu schlagen", erklärte Zorc weiter. Im Duell mit den am Wochenende in der Tabelle vorbeigezogenen Leverkusenern könnte der BVB einen weiteren Schritt in Richtung Champions League machen. Aktuell beträgt der Abstand zum Wohlwollen der Borussen noch immer vier Punkte. Ein beruhigendes, aber kein sicheres Polster.