Am vergangenen Wochenende musste Borussia Mönchengladbach gegen den FC Bayern München eine herbe 1:5-Niederlage hinnehmen. Die Schlappe gegen den Rekordmeister ist eine der vielen Rückschläge, die das Team von ​Sportdirektor Max Eberl in dieser Saison hinnehmen musste. Der 44-Jährige ist von dem Weg der Borussen aber weiterhin überzeugt und forderte auf der Mitgliederversammlung am Montagabend die Anhänger dazu auf, ihm und seinem Verein weiterhin Vertrauen zu schenken.


Dabei betonte der starke Mann beim Traditionsverein laut fohlen-hautnah.de, dass der eingeschlagene Weg mit jungen Spielern "alternativlos" sei. In einem leidenschaftlichen Appell richtete sich der ehemalige Profi an die rund 1500 Mitglieder: "Mein großer Wunsch, den ich habe, ist, dass ihr Vertrauen in uns habt. Vertrauen in das, was wir tun. Vertrauen auch, dass wir Ambitionen haben. Ich will nach Europa. Ich würde Euch gerne den Deutschen Meistertitel bringen, ich würde Euch gerne den Pokal hier hinstellen und sagen: Wir haben es geschafft."

Dies sei seine Aufgabe und deswegen sei er auch bei der Borussia geblieben. Zudem beklagte sich Eberl, dass sich manche Anhänger darüber aufgeregt hatten, dass der Verein einen einstelligen Tabellenplatz als Zielsetzung in dieser Saison herausgegeben hatte. Dies erschien einigen Fans nicht ambitioniert genug. Ein einstelliger Tabellenplatz könne aber laut dem Sportdirektor ebenfalls bedeuten, "dass Europa das Ziel ist".


Dies zu erreichen sei mit den zur Verfügung stehenden Mitteln für die 'Fohlen' aber nicht selbstverständlich. "Wir werden tagtäglich alles dafür tun, dass es möglich ist. Das kann ich Euch versprechen", versicherte der Sportdirektor. Diese Identifikation mit dem Weg der Gladbacher wünsche er sich auch von den Fohlen-Fans.

Aktuell stehen die Gladbacher auf dem achten Tabellenplatz. Der siebte Platz, der in dieser Saison für die Europa-League-Qualifikation ausreichend sein wird, ist jedoch schon sechs Punkte entfernt. Doch auch die aktuelle Platzierung ist laut Eberl "kein Desaster, kein totaler Misserfolg und kein Totalschaden für Borussia".