​Der 1. FSV Mainz 05 hat am Montagabend im Kampf um den Klassenerhalt einen wichtigen Befreiungsschlag gelandet. Vor heimischer Kulisse setzten sich die Rheinhessen gegen den SC Freiburg mit 2:0 durch. Zum Matchwinner avancierte Doppelpacker Pablo De Blasis, der seine Mannschaft kurz vor der Pause mit einem kuriosen Elfmeter auf die Siegerstraße brachte. Begleitet wurde die Partie von Fan-Protesten gegen Montagsspiele, aufgrund derer beide Halbzeiten mit einigen Minuten Verspätung angepfiffen wurden.



1. FSV Mainz 05 - SC Freiburg  2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Pablo De Blasis (45.+7, HE), 2:0 Pablo De Blasis (79.)



 

FSV-Cheftrainer Sandro Schwarz baute seine Anfangsformation nach dem 1:1-Unentschieden gegen den 1. FC Köln auf zwei Positionen um. Abdou Diallo und Robin Quaison begannen für Giulio Donati und Emil Berggreen.


Freiburgs Coach Christian Streich nahm im Vergleich zur 0:2-Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg ebenfalls zwei Veränderungen an seiner Startelf vor. Marc-Oliver Kempf und Lucas Höler ersetzten Florian Kath und Vincent Sierro.

Die Gäste aus Freiburg verzeichneten bereits nach wenigen Augenblicken ihre erste Torannäherung. Nicolas Höfler versuchte sich aus gut 20 Metern mit einer Volleyabnahme, die ihr Ziel jedoch deutlich verfehlte (1.). Auf der Gegenseite setzte Alexander Hack einen Distanzschuss ebenfalls deutlich über das Tor (3.). Der Gastgeber hatte in der Anfangsphase etwas mehr von der Partie, fand gegen die kompakt verteidigende Streich-Elf jedoch kein Durchkommen. Die Breisgauer agierten abwartend und versuchten, nach Ballgewinn schnell umzuschalten. 


Die Partie spielte sich weitestgehend zwischen den beiden Strafräumen ab, weshalb zwingende Torchancen Mangelware blieben. Ein Freistoß von Danny Latza erreichte am zweiten Pfosten Diallo, der die Kugel knapp am Tor vorbeisetzte (19.). Mainz versuchte weiterhin Akzente zu setzen, strahlte jedoch nur selten Torgefahr aus. De Blasis hatte sein Visier bei einem Distanzschuss deutlich zu hoch eingestellt (31.). Unmittelbar vor der Halbzeitpause versuchte sich FSV-Kapitän Daniel Brosinski aus spitzem Winkel. Den Abschluss fälschte Kempf mit der Hand ab, ehe Alexander Schwolow parierte (45.). 

Das Handspiel des Innenverteidigers sollte noch ein kurioses Nachspiel haben. Als die Spieler bereits auf den Weg in die Kabine waren, meldete sich der Video-Schiedsrichter bei Guido Winkmann. Der Unparteiische schaute sich die Szene noch einmal an und entschied anschließend auf Strafstoß. ​De Blasis ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte souverän zum 1:0-Pausenstand (45.+7). 


Die Mainzer kamen mit Rückenwind aus der Kabine und erwischten den besseren Start. Levin Öztunali erkämpfte sich den Ball und legte anschließend für Latza ab, der aus rund 17 Metern sein Ziel deutlich verfehlte (47.). Knapp eine Stunde war gespielt, als De Blasis die Kugel ein gutes Stück neben den langen Pfosten setzte (57.). Die Gäste traten offensiv lange Zeit nicht Erscheinung. Ein Kopfball von Janik Haberer stellte den bislang beschäftigungslosen René Adler vor keine Probleme (66.). Auf der Gegenseite fand Suat Serdar mit einem wuchtigen Schuss in Schwolow seinen Meister (67.).

1. FSV Mainz 05 v Sport-Club Freiburg - Bundesliga

Zu Beginn der zweiten Halbzeit warfen die Mainzer Fans Klopapierrollen aufs Spielfeld


Wenige Minuten später setzte der eingewechselte Tim Kleindienst einen Kopfball denkbar knapp über das Mainzer Tor (73.). Gut zehn Minuten vor dem Ende nutzten die Gastgeber einen groben Patzer von Schwolow zur Entscheidung. Der Schlussmann spielte Quaison den Ball in die Füße. Der Angreifer legte quer zu De Blasis, der nur noch einschieben musste (79.). 


Die Streich-Elf warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne und hatte Pech, dass Nils Petersen mit einer wuchtigen Volleyabnahme nur den Pfosten traf (88.). Letztendlich blieb es beim verdienten Heimerfolg für die Hausherren. Mainz überholte dank der drei Punkte den Sportclub und belegt nun Rang 15. Die Breisgauer hingegen rutschten auf den Relegationsplatz ab.