Der BVB hat offenbar einen neuen Wunschkandidaten: Marco Rose soll ab der kommenden Saison Trainer bei Borussia Dortmund werden. Der Erfolgscoach von RB Salzburg stehe bei den Schwarz-Gelben ganz oben auf der Liste, wird in Österreich berichtet. Eintracht Frankfurt sei aber ebenfalls an den Diensten des 41-Jährigen interessiert.


Marco Rose ist derzeit eines der "heißesten Eisen" auf dem Trainer-Karussell in der Bundesliga. Nachdem nun feststeht, dass Niko Kovac sein Ticket für den Bayern-Trainerstuhl gelöst hat, muss sich neben Borussia Dortmund auch Eintracht Frankfurt nach einem neuen Mann an der Seitenlinie umsehen. Der Name Rose wurde direkt als ​möglicher Kovac-Nachfolger gehandelt. Und auch beim BVB soll der ehemalige Mainz-Profi hoch im Kurs stehen.


Rose lässt Salzburg von Europa-Titel träumen


Das kommt nicht von ungefähr: Bei RB Salzburg hat der 41-Jährige eine beeindruckende Entwicklung genommen. Angefangen als U16-Coach rückte Rosen Stück für Stück die Karriereleiter beim Brause-Klub nach oben. Im vergangenen Jahr holte er mit der U19 den Titel in der Youth League, dem Königsklassen-Wettbewerb der A-Jugend-Teams. Es folgte die Beförderung zum Chefcoach der Profis, mit denen er in diesem Jahr für Furore sorgt.

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Große Freude: Marco Rose jubelt über den Einzug ins Halbfinale der Europa Leauge.



In der österreichischen Bundesliga liegt RB sechs Spieltage vor Saisonende mit acht Zählern Vorsprung unangefochten an der Tabellenspitze, in Europa sind die Salzburger so erfolgreich wie noch nie. Nach Borussia Dortmund musste in der Europa League auch Lazio Rom dran glauben - Rose trifft mit seinem Team im Halbfinale nun auf Leipzig-Bezwinger Olympique Marseille.


"Wir sind in ständigem Kontakt", sagt Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund über seinen Trainer. "Aber es ist schon klar, dass, wenn wir immer wieder solche Ausrufezeichen wie gegen Lazio setzen, der Trainer und die Spieler das Interesse von Klubs aus den europäischen Topligen wecken", gibt er sich im Gespräch mit den Salzburger Nachrichten realistisch. Roses Vertrag läuft noch bis 2019, ob er diesen in Salzburg noch einmal verlängert, bleibt hochspannend. "Wir wissen alle nicht, was in der Zukunft passiert", meint Freund ehrlich.


BVB-Bosse haben es auf Rose abgesehen


Nach Informationen der Salzburger Nachrichten steht der RB-Coach ganz oben auf der Dortmunder Wunschliste. Neben Lucien Favre soll Rosen zu den Top-Kandidaten auf den BVB-Trainerposten zählen. Die Zeitung schreibt, dass Sportdirektor Michael Zorc und Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke schon vor dem 4:1-Sieg über Lazio Rom und dem damit verbundenen Halbfinaleinzug in der Europa League sehr beeindruckt gewesen seien. Offenbar sei man bei den Schwarz-Gelben dazu bereit eine Ablöse für Rose zu zahlen, um ihn schon in diesem Sommer aus Salzburg loseisen zu können.

Anders als bei Lucien Favre, der bei OGC Nizza eine Ausstiegsvereinbarung haben soll, die auf eine Summe zwischen drei und fünf Millionen taxiert wird, könnte sich die Lage bei Rose etwas schwieriger gestalten. Der RB-Coach besitzt in Salzburg keine Ausstiegsklausel.


Der kicker hatte zuvor berichtet, dass man sich in Dortmund ​frühestens nach dem Leverkusen-Spiel am kommenden Samstag auf den künftigen Trainer festlegen wolle. Das Fachblatt geht von einer Entscheidung zwischen dem aktuellen Coach Peter Stöger und Favre aus - mit den Spekulationen um Rose könnte die Trainersuche beim BVB noch einmal neue Fahrt aufnehmen.