​Nach zwei Spielen ohne Niederlage musste der ​Hamburger SV gegen die TSG 1899 Hoffenheim anerkennen, dass das Team von Trainer Julian Nagelsmann derzeit mindestens eine Nummer zu groß für den 'Bundesliga-Dino' ist. Mittelfeldspieler Sejad Salihovic ist zwar Realist genug um zu erkennen, dass ein Klassenerhalt immer unwahrscheinlicher wird, aufgeben will der Bosnier dennoch nicht.


Gegen seinen Ex-Klub wurde der 33-Jährige eingewechselt, konnte jedoch die verdiente 0:2-Schlappe auch nicht abwenden. Insbesondere in der ersten Hälfte gegen die Kraichgauer kam von den Hanseaten ​deutlich zu wenig. Den Kopf in den Sand stecken will man beim Nordklub zurecht trotzdem nicht. 

Gegenüber der Hamburger Morgenpost zeigte sich der 47-fache bosnische Nationalspieler kämpferisch: "Wir wussten vorher und wissen noch immer, dass es sehr, sehr schwer wird. Wir haben jetzt zwar gegen eine Mannschaft verloren, die um die Champions-League-Plätze mitspielt, aber letztlich werden die Spiele, die uns bleiben, immer weniger. Trotzdem machen mir die vergangenen Wochen Hoffnung."


Aktuell liegt der Nordklub mit 22 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Am heutigen Montagabend treffen im Kellerduell der SC Freiburg und der 1. FSV Mainz 05 aufeinander. Gelingt den Mainzern ein Sieg wären sie punktgleich mit den Breisgauern und hätten stolze acht Punkte Vorsprung auf den HSV. Darum blickt Salihovic heute mit bangen Blicken in Richtung Mainz und hofft, dass das Team von Trainer Sandro Schwarz heute "nicht drei Punkte holt."

So oder so ist die Marschroute für den Hamburger SV ohnehin klar. In den letzten vier Spielen müssen jede Menge Punkte her und auch eine Verbesserung des schlechten Torverhältnisses tut Not - auch in dieser Kategorie sind die Hanseaten nämlich mit einem Defizit von 25 Toren die zweitschwächste Mannschaft der Liga. 


Am kommenden Samstag empfängt der HSV zuhause den SC Freiburg. Bei dem Duell gegen einen direkten Konkurrenten wollen sich die Hamburger wieder angriffslustiger zeigen. Der routinierte Mittelfeldregisseur bringt es auf den Punkt: "Wir müssen jetzt Freiburg aus dem Stadion schießen."