Mit Mark Uth geht einer der Leistungsträger der TSG Hoffenheim im kommenden Sommer den Weg zum Ligakonkurrenten Schalke 04. Dessen Teamkollege Nadiem Amiri könnte dem Angreifer an den Ernst-Kuzorra-Weg folgen.


Im Heimspiel gegen den Hamburger SV (2:0) stand Nadiem Amiri mal wieder in der Startelf der TSG Hoffenheim. In den vergangenen Wochen verzichtete Trainer Julian Nagelsmann oftmals auf die Dienste des Deutsch-Afghanen – zumindest von Beginn an. Im vorigen Sommer leistete Amiri mit seiner Vertragsverlängerung bis 2020 einen Treueschwur.


Ein Lippenbekenntnis vermied er in den letzten Wochen aber. „Wir haben jetzt noch fünf Spiele, darauf konzentriere ich mich. Auf Hoffenheim und auf mehr Spielzeit“, sagte Amiri vor kurzem gegenüber dem kicker. „Über alles andere mache ich mir keine Gedanken. Ich habe noch einen Vertrag bis 2020, mehr gibt es dazu nicht zu sagen.“ Das Fachmagazin spannt den Bogen und schreibt, Amiri stehe bei Schalke 04 nicht nur auf dem Zettel, sondern gar „hoch im Kurs“.

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Nadiem Amiri (r.) könnte die TSG im Sommer verlassen


Die Königsblauen müssen den Abgang von Leon Goretzka zum FC Bayern kompensieren. Überdies zeichnet sich ein Sommerwechsel von Max Meyer an. Es sei bekannt, dass Amiri zuletzt fehlende Wertschätzung beklagte. ​Auch Tottenham Hotspur soll die Fühler nach dem U21-Nationalspieler ausgestreckt haben.


Hoffenheim sind im Sommer die Hände gebunden. Denn Amiri hat in seinem laufenden Vertrag eine Ausstiegsklausel implementiert, die dem Vernehmen nach bei 17 Millionen Euro liegt. Im Falle des Schalke-Interesses ist eine Verpflichtung aber nur möglich, sollten sich die Knappen für die Champions League qualifizieren. Nach aktuellem Ermessen sieht es ganz danach aus, was auch im Amiri-Poker die Würfel noch lange nicht fallen lässt.