BVB-Star Marco Reus fand deutliche Worte nach der 0:2-Pleite im Revierderby gegen den FC Schalke. Vor allem in der ersten Stunde habe man die Knappen "spielen lassen". Nun müsse mit aller Macht "irgendwie" die Champions League her. Ob mit Michy Batshuayi ist offen. Der Belgier verletzte sich in der Nachspielzeit am linken Fuß.


Das 92. Revierderby zwischen dem FC Schalke und Borussia Dortmund werden die Schwarz-Gelben in keiner guter Erinnerung behalten. Yevhen Konoplyanka und wie schon im Hinspiel S04-Abwehrchef Naldo besiegelten die ​0:2-Niederlage der Borussen.


Mit der zweiten Liga-Pleite unter Peter Stöger verliert der BVB im Kampf um die Vizemeisterschaft an Boden und liegt vier Spieltage vor Saisonende vier Zähler hinter dem Revier-Rivalen. Bayer Leverkusen zog dank des besseren Torverhältnisses ebenfalls an Dortmund vorbei. "Jetzt haben wir es verkackt, Punkt!", wurde Marco Reus am Sky-Mikrofon nach dem verlorenen Derby deutlich. "Wir müssen uns ganz klar die ersten 65 Minuten ankreiden lassen. Da haben wir die Räume nicht eng gemacht, haben Schalke spielen lassen“, analysierte der 28-Jährige. 

Nach etwa 65 Minuten sei man zwar "besser ins Spiel gekommen". Der Freistoß-Hammer von Naldo acht Minuten vor Schluss sei dann aber der Genickbruch gewesen. "Nach dem 0:2 war es emotional natürlich schwierig", erklärte Reus. Die Vorentscheidung kam mitten in der besten Dortmunder Phase, als der BVB das Heft in die Hand nahm: "Wir haben mit einem anderen System mehr Breite, mehr Tiefe in unser Spiel bekommen und dadurch auch mehr Chancen kreiert“, hielt der BVB-Star fest. Nach Reus-Vorlage hatte Chrisitan Pulisic dabei die beste Torgelegenheit, verfehlte das Gehäuse von Schalke-Keeper Ralf Fährmann letztlich aber deutlich.


Reus fordert Königsklassen-Quali - leichte Entwarnung bei Batshuayi


Nun gelte es nicht mehr darauf zu schauen, wie gut man spiele, sondern einzig auf die Ergebnisse, um irgendwie die Champions League zu erreichen, befand Reus. Am kommenden Samstag empfängt der BVB dabei im Topspiel Bayer Leverkusen (18.30 Uhr). "Dort müssen wir anders auftreten“, forderte Reus im Hinblick auf das direkte Duell mit der punktgleichen Werkself.


Ob Torjäger Michy Batshuayi dann mitwirken kann ist mehr als fraglich. Die Chelsea-Leihgabe konnte die Schalke-Arena nur auf Krücken verlassen. In der Nachspielzeit verletzte sich der belgische Nationalspieler im Zweikampf mit Benjamin Stambouli und musste auf der Trage vom Platz gebracht werden. Für den 24-Jährigen ging es umgehend weiter in ein Krankenhaus - zunächst wurde Schlimmstes befürchtet. "Ich hoffe, die Verletzung ist nicht so schlimm wie es aussah", meinte BVB-Coach Stöger im Anschluss.

Nach Informationen der Sportbild haben erste Röntgen-Untersuchungen noch am Sonntagabend aber keinen Knöchelbruch am linken Fuß gezeigt. Im Verlaufe des Montags sollen MRT-Bilder eine genauere Diagnose liefern und mögliche Bänderverletzungen zeigen.

Mit sieben Treffern und einer Vorlage ist Batshuayi der treffsicherste Borussen in der Bundesliga-Rückrunde. Sein Ausfall wäre der nächste herbe Rückschlag im Kampf um die Königsklasse.