Markus Anfang wird neuer Trainer beim 1. FC Köln und unterschreibt beim Effzeh einen Dreijahresvertrag bis 2021. So wird zumindest im Kölner Boulevard berichtet. Der Trainer-Shootingstar von Holstein Kiel gilt als Favorit von Sportchef Armin Veh. Der wolle "zeitnah" eine Entscheidung verkünden. 


Der 1. FC Köln taumelt nach der bitteren 1:2-Pleite in Berlin dem Abstieg entgegen. Immer deutlicher wird zur Gewissheit, dass die Geißböcke einen Neuanfang im Unterhaus starten müssen. Der soll mit einem neuen Cheftrainer passieren - seit der ​offiziellen Bekanntgabe, Interimscoach Stefan Ruthenbeck werde über den Sommer hinaus nicht mehr an der Seitenlinie stehen, ist das klar.


Klar scheint wohl auch schon, wer künftig die sportlichen Geschicke beim Effzeh leiten soll. Wie der Express berichtet, ist man sich mit Zweitliga-Erfolgscoach Markus Anfang einig. Mehr noch: Anfang soll in seiner Geburtsstadt bereits einen Drei-Jahres-Vertrag bis 2021 unterschrieben haben.

Der 43-Jährige sei von Beginn an der ​Wunschkandidat von FC-Sportchef Armin Veh gewesen, schreibt das Blatt weiter. Anfang, selbst Profi unter anderem bei Bayer Leverkusen, Fortuna Düsseldorf, Schalke und in Kaiserslautern, arbeitete drei Jahre als Jugendcoach in Leverkusen. Ende August 2016 bekam er dann beim damaligen Drittligisten Holstein Kiel die Chance im Profi-Fußball. Der "Anfang" einer rasanten Entwicklung bei den Norddeutschen: Mit den Störchen stieg er direkt in die Zweite Liga auf und könnte sogar den Durchmarsch in die Bundesliga schaffen. Vier Spieltage vor Schluss liegt Kiel auf dem Relegationsplatz mit nur zwei Zählern Rückstand auf Rang zwei.


Ein direktes Aufeinandertreffen mit dem Effzeh in der Relegation wäre demnach äußerst brisant - realistisch ist sie nach der Hertha-Pleite der Kölner aber nicht. Anfang wird darüber wohl gar nicht so unglücklich sein. Der Schritt zum 1. FC Köln ist für den 43-Jährigen die nächste Sprosse auf der Karriereleiter und die Rückkehr in die Heimat. 


Veh über die "zeitnahe" Trainerentscheidung


Am Sonntagabend hielt sich Veh im Gespräch mit dem Sportinformationsdienst (SID) noch bedeckt. Eine offizielle Bestätigung zum Anfang-Deal ließ sich der FC-Sportchef nicht entlocken Er schmunzelte vielmehr über seine eigene Wortwahl in der Trainerfrage. Veh hatte gesagt, man werde "zeitnah" einen neuen Chefcoach präsentieren. Er müsse sich nicht festlegen, was dieses "bescheuerte Wort" bedeute. "Ich weiß es selber nicht", so der 57-Jährige.

So wie es aussieht ist "zeitnah" aber deutlich konkreter als Veh es verkaufen möchte. Der Express geht von der Vorstellung des neuen Trainers schon Anfang der Woche aus.