Der Fußball gerät in Mönchengladbach gerade einmal wieder in den Hintergrund: sportlich gesehen kann das Team von Dieter Hecking mit der 1:5-Niederlage sicherlich nicht zufrieden sein, auch wenn sie gegen den amtierenden deutschen Meister Bayern München ​zustande kam. Überschattet wird das sportliche Treiben aber noch von einem sexuellen Gewaltverbrechen in einem privat organisierten Fan-Zug nach dem Auswärtsspiel in München, wie der kicker nun berichtet.


Etwa 750 Zuginsassen hatten sich in einem privat organisierten Zug auf die etwa 650 km lange Heimreise nach Mönchengladbach gemacht, nachdem die 'Fohlen' gegen den FC Bayern eine deutliche Niederlage einstecken mussten. Ein sexuelles Verbrechen hat das sportliche Geschehen um und nach der Partie, sowie den Fußball-Alltag der Borussia nun überschattet. Wie der Verein am Sonntag mitteilte, wurde eine 19-Jährige auf der Toilette des Zuges sexuell missbraucht.


Die Polizei wurde am frühen Morgen des Sonntages, gegen vier Uhr, über das Verbrechen informiert, stoppte den Zug daraufhin in Flörsheim, eine im Rhein-Main-Gebiet zentral gelegene Stadt zwischen Frankfurt und Mainz, führte die betroffene Frau aus dem Zug, befragte diese und brachte sie in ein Krankenhaus. Die insgesamt 750 Insassen wurden anschließend in Mönchengladbach vernommen. Ein Tatverdächtiger sei dabei bereits ermittelt worden, Festnahmen habe es bis zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch keine gegeben, heißt es.

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"Entsetzt" über die Geschehnisse - Geschäftsführer Schippers äußerte sich zu dem Vorfall


Im offiziellen Statement des Vereines äußerte sich Borussia-Geschäftsführer Stephan Schippers wie folgt: man zeige sich demnach "entsetzt" über den Vorfall, "den wir natürlich verurteilen. Wir hoffen, dass der Täter ermittelt und zur Rechenschaft gezogen wird. Es ist eine Schande, dass Borussia mit einer solchen Tat in Verbindung gebracht wird. Wenn wir als Verein in irgendeiner Form bei der Aufklärung der Tat mithelfen können, werden wir das selbstverständlich tun."