​Eintracht Frankfurt hatte sehr verärgert auf die Vorgehensweise des FC Bayern nach der Veröffentlichung von Niko Kovac reagiert. Dass der Rekordmeister nach Aussagen von Sportvorstand Fredi Bobic "sehr unprofessionell und sehr respektlos" handelte, wollte Hasan Salihamidzic nicht auf sich sitzen lassen. Allerdings ließ Bayerns Sportdirektor einige Fragen offen.


"Sie haben nur an sich gedacht", wütete Bobic auf der Pressekonferenz vor dem Leverkusen-Spiel. Diesen Vorwurf wollte Hasan Salihamidzic nicht auf sich sitzen lassen und nahm vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach Stellung. "Der FC Bayern hat sich sehr fair verhalten. Wir haben uns nichts vorzuwerfen. Frankfurt hat jetzt Monate Zeit, einen Nachfolger zu suchen", sagte Bayern Sportdirektor am Sky-Mikro.


Zwar können die Bayern die Enttäuschung von Fredi Bobic nachvollziehen, "aber seine Wortwahl war nicht die richtige." Salihamidzic sagte weiter, dass die Informationen nicht vonseiten des deutschen Rekordmeisters nach außen getragen wurden. "Absolut nicht. Wir hatten überhaupt kein Interesse daran, die Information nach außen zu bringen", verteidigte der ehemalige bosnische Nationalspieler sich weiter. Vielmehr war es der Wunsch von Niko Kovac, dass er die Neuigkeiten dem Verein persönlich übermittelt. "Danach hätte ich natürlich auch in Frankfurt angerufen“, versicherte der 41-Jährige.

Eintracht Frankfurt v 1. FSV Mainz 05 - DFB Cup

Die Entscheidung seines Noch-Trainers akzeptiere er, die Vorgehensweise der Bayern nicht: Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic

 

An Niko Kovac, der ab der kommenden Saison Jupp Heynckes ersetzen wird, waren die Bayern schon länger interessiert. Vor langer Zeit habe Salihamidzic den Eintracht-Coach als Nachfolger vom Triple-Trainer ins Spiel gebracht. "Ich habe vor Monaten ein Konzept vorgelegt und Niko vorgeschlagen", gab Brazzo an. Zu den Anschuldigungen, ob sich die Bayern und Kovac wirklich zum ersten Mal am Donnerstag austauschten und ihn innerhalb weniger Stunden zur Unterschrift überzeugten, wollte sich Sportdirektor des FC Bayern allerdings nicht äußern. "Wir haben uns am Donnerstag geeinigt", sagte der ehemalige bosnische Nationalspieler und fügte hinzu: "Alles andere wären zu viele Details."


Nach Informationen der Bild soll es Ende des Jahres bereits ein Treffen in München zwischen Rummenigge und den den Kovac-Beratern Augustincic und Hörwick gegeben haben. Der ehemalige Bayern-Pressechef fungiert als Medienberater des Eintracht-Coaches und pflegt beste Kontakte zum aktuellen Halbfinalist der Champions League.