​Luiz Gustavo hat bei Olympique Marseille sein Glück gefunden und ist einer der Garanten für den Einzug ins Europa-League-Halbfinale. Auch bei seinem Ex-Klub FC Bayern München war der Brasilianer für eine Dauer gesetzt gewesen, ehe er von ​Pep Guardiola ausgebootet wurde und zum VfL Wolfsburg flüchtete. In einem Interview äußerte sich der Mittelfeldspieler über die angespannte Arbeitsatmosphäre zwischen den beiden.


Im Januar 2001 wechselte der heute 30-Jährige von der TSG 1899 Hoffenheim an die Säbener Straße und lief insgesamt 100 Mal für den Rekordmeister auf. Dabei war der defensive Mittelfeldspieler über lange Zeit als Abräumer vor der Abwehr gesetzt und konnte seine erfolgreiche Zeit mit dem Gewinn der Champions League im Jahre 2013 krönen.


Nach dem Abgang von Triple-Gewinner Jupp Heynckes wurde das Klima für den Südamerikaner bei den Bayern aber schlagartig rauer. Der neue Coach Pep Guardiola soll ihm dabei keine echte Chance gegeben haben, sich zu beweisen. In einem Gespräch mit Le Magazine L'Equipe kritisierte der Lockenkopf die damalige Herangehensweise des neuen Cheftrainers scharf. "Unglücklicherweise hatte er seine Idee von mir schon im Kopf, bevor er mich überhaupt kannte", wird der Brasilianer bei FussballTransfers zitiert.

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Luiz Gustavo (1.v.r.) hatte keinen leichten Stand unter Pep Guardiola (2.v.l.)



Sein Berater habe die Situation relativ schnell erkannt und ihn darauf hingewiesen, dass "Pep Guardiola nicht die Absicht" habe, mit ihm zu arbeiten. "Im Grunde war es nichts Ernstes, aber er hätte es mir sagen können. Ich wollte nicht in einem Club bleiben, in dem der Trainer nicht auf mich zählte, das war klar", so der 40-fache brasilianische Nationalspieler.


Der zweikampfstarke Mittelfeldakteur wollte nach eigenen Angaben damals eigentlich seinen noch drei Jahre geltenden Vertrag gerne erfüllen, obwohl ihn sein brasilianischer Landsmann gerne zu Atletico Madrid gelotst hätte. Am Ende musste der ehrgeizige Profi jedoch erkennen, dass seine Zeit in München abgelaufen war und er entschied sich im Sommer 2013 für einen Wechsel zum VfL Wolfsburg.