​"Er hat definitiv seine Qualität" - So beschreibt Trainer Bruno Labbadia seinen Youngster Divock Origi. Doch der 22-jährige Stürmer konnte in letzter Zeit kaum Spielminuten beim VfL Wolfsburg sammeln und wurde meist nur gegen Ende der jeweiligen Partie eingewechselt. Labbadia erklärt diese Situation damit, dass im aktuellen Abstiegskampf andere Qualitäten gefragt sind, als die des Belgiers.


Trainer Labbadia ist klar, dass der belgische Nationalspieler einige fantastische Anlagen mit ins Team bringt. Doch im Moment kann er Origi keinen Platz in der Startelf anbieten. Dieser ist Spielerkollege Nany Dimata vorbehalten, dessen Qualitäten im Abstiegskampf aktuell dringender gebraucht werden. 


Trainer Labbadia ist insbesondere nach dem gewonnen Freiburgspiel begeistert von dem 20-jährigen Belgier. "Was der in Freiburg gearbeitet hat, war für die Mannschaft unfassbar wichtig in unserer Situation", lobte der Coach seinen Schützling bei der gestrigen Pressekonferenz. "Ich will damit nur klar machen, dass momentan Dinge gefragt sind, die der Mannschaft helfen. Wir haben in unserer aktuellen Situation nur eine Chance, wenn wir als Mannschaft funktionieren", erklärt Labbadia weiter. Dabei spricht er auf die herausragende Teamfähigkeit Dimatas an, der zuletzt mit seinem enormen Arbeitsaufwand dafür gesorgt hat, dass der VfL weniger Tore kassierte.


Origi hat sich gebessert


Doch auch Origi hat sich in den letzten Spielen bewährt. Schaut man allein die letzte Partie gegen den SC Freiburg an, sieht man die Steigerung des 22-Jährigen hinsichtlich seiner Leistung. In der 83. Minute setzte er sich gegen das Freiburger Abwehr-Ass Caglar Söyüncü durch und tunnelte diesen, um danach einen Pass auf Didavi zu spielen, der den Ball dann vorbei an Keeper Schwolow im gegnerischen Tor versenkte. "Es war natürlich super, wie er das Tor in Freiburg vorbereitet hat. Ich hätte nichts dagegen, wenn er das noch mal so macht", so der Coach.

Labbadia sieht die Veränderung bei Origi ebenfalls. Er ist lockerer geworden. "Den einzigen Nachteil, den ich bei Divock sehe, ist, dass er in letzter Zeit immer mal wieder ein, zwei Tage ausgefallen ist. Wenn er dann aber trainiert, sieht man immer wieder Ansätze", schwärmt der Trainer über seinen Belgier. Origi, der für diese Saison als Leihgabe vom FC Liverpool zum VfL Wolfsburg kam, hat nach anfänglichen Schwierigkeiten mit Labbadia nun auch einen besseren Draht zu seinem Trainer gefunden. "Ich habe ihm erklärt, was ich von ihm sehen möchte und das versucht er jetzt umzusetzen", so Labbadia zu Sportbuzzer.