Am frühen Donnerstagmittag gab Bayern Münchens Sportdirektor bekannt, was bereits gestern Abend übereinstimmend vermeldet wurde: ​Eintracht Frankfurts Trainer Niko Kovac wird ab der kommenden Saison Trainer des Rekordmeisters und tritt damit in die Fußstapfen von Jupp Heynckes, der nach Saisonende erneut in seinen Ruhestand zurückkehren wird. Wie Salihamidzic zusätzlich verriet, waren jedoch nicht nur die Münchner an den Diensten des 46-Jährigen interessiert.


Die Trainersuche beim FC Bayern München dauerte länger als erwartet, doch nach der Ankündigung, ​bis spätestens "Ende April" einen neuen Trainer verkünden zu wollen, ging alles ganz schnell. ​Dank einer Ausstiegsklausel über rund 2,2 Millionen Euro verlässt Niko Kovac Eintracht Frankfurt nach der Saison und schließt sich seinem Ex-Verein an, für den er von 2001 bis 2003 als Spieler auf dem Platz stand.

Eintracht Frankfurt v FC Bayern Muenchen - Bundesliga

       Arbeiten in Zukunft wieder gemeinsam: Hasan Salihamidzic und Niko Kovac (v.l.)



"Ich habe dem Vorstand und Aufsichtsrat ein Konzept vorgelegt, das positiv aufgenommen wurde. Im Zuge dessen haben wir die medizinische Abteilung umstrukturiert, die Physio-Abteilung verbessert. Ich strukturiere die Scouting-Abteilung um [...]. Um all diese Kriterien auszufüllen, brauchen wir einen Trainer, der genau so modern, innovativ arbeitet und seine Arbeit auf unsere Strukturen anpasst. Da ist Niko der perfekte Trainer für", lautete die Begründung von Sportdirektor Hasan Salihamidzic beim klubeigenen Sender FC Bayern TV


Der 46-Jährige zeichne sich vor allem durch Akribie und Fleiß aus. "Das ist genau das, was wir brauchen", führte Salihamidzic, der einst mit Kovac gemeinsam für die Münchner auflief, fort. Allerdings schienen die Bayern im Werben um den kommenden Trainer nicht allein zu sein: "Ich habe auch gehört, dass der BVB an Niko Kovac interessiert war", so Salihamidzic. Ob ein Engagement bei Borussia Dortmund realisierbar gewesen wäre, scheint Medienberichten zufolge eher unrealistisch. Wie unter anderem die Bild meldete, gelte die Ausstiegsklausel in Kovacs Vertrag lediglich für Bayern München sowie "zwei ausländische Klubs"


Nach den Aussagen der vergangenen Wochen schien deutlich, dass die Verantwortlichen der Hessen ihren Erfolgstrainer von sich aus wohl kaum ziehen lassen würden. Durch jene Klausel wurde ihnen die Entscheidung jedoch abgenommen, ​weshalb man sich nun auf die Suche nach einem geeigneten Nachfolger begeben sollte.