Bayer Leverkusen: Die voraussichtliche Aufstellung gegen Eintracht Frankfurt

Wenn Bayer Leverkusen am Samstag (15:30 Uhr) die Eintracht aus Frankfurt empfängt, treffen zwei Top-Mannschaften der diesjährigen Bundesligasaison aufeinander. Die Mannschaft von Heiko Herrlich liegt derzeit mit 48 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz, der Gegner aus Frankfurt ist der 'Werkself' allerdings dicht auf den Fersen und liegt mit gerade einmal zwei Punkten Rückstand auf Platz fünf.


Nach dem 4:1-Sieg bei RB Leipzig könnte Herrlich erneut auf eine Dreierkette setzen, wird dabei jedoch auf Wendell verzichten müssen, der noch einige Wochen ausfallen wird. Zusätzlich sind die Einsätze von Keeper Bernd Leno und Abwehrspieler Sven Bender noch nicht garantiert, während Lucas Alario seine Rotsperre nach der morgigen Partie wieder abgesessen haben wird. Im Folgenden präsentieren wir eine mögliche Variante, wie Bayer Leverkusen morgen auf das Feld auflaufen könnte.

1. Torwart: Bernd Leno

Neben einem Einsatz im morgigen Spiel ist auch die Zukunft von Bernd Leno über den Sommer hinaus ungewiss. Der Vertrag des 26-jährigen Torhüters läuft zwar noch bis 2020, doch immer wieder tauchen Gerüchte über einen vorzeitigen Abschied ins Ausland auf, laut denen unter anderem der SSC Neapel und Arsenal London interessiert sein sollen. Ein möglicher Nachfolger wäre in Person von Eintracht-Keeper Lukas Hradecky bereits morgen zu Gast, wird jedoch das gegenüberliegende Tor hüten. Sollte Leno nach seinem Zusammenprall mit Leipzigs Naby Keita nicht auflaufen können, wird Ramazan Özcan aller Voraussicht nach zwischen den Pfosten stehen. 

2. Abwehr: Jonathan Tah

Ende Februar verlängerte Jonathan Tah seinen Vertrag in Leverkusen bis 2023, und setzte damit ein klares Zeichen an mögliche Interessenten, die in naher Zukunft wohl kaum eine Chance darauf haben werden, den (noch) U-21 Nationalspieler zu verpflichten. Unter Heiko Herrlich ist Tah klar gesetzt und fällt nur dann aus, wenn ein Einsatz zu 100 Prozent außer Frage steht. Bislang stand er in allen Wettbewerben 30 Mal auf dem Platz und begann lediglich ein einziges Mal nicht von Anfang an. 

3. Abwehr: Sven Bender

Im Auswärtsspiel bei RB Leipzig musste Sven Bender bereits nach 19 Minuten raus, und wurde von Panagiotis Retsos ersetzt. Der 28-Jährige erlitt eine Verstauchung des Sprunggelenks und droht für die Partie gegen Eintracht Frankfurt, ähnlich wie Bernd Leno, auszufallen. Sollte der siebenfache Nationalspieler tatsächlich nicht auflaufen können, scheint neben Retsos auch Tin Jedvaj eine Alternative darzustellen.

4. Abwehr: Panagiotis Retsos

Aufgrund der Verletzung von Wendell ist die Besetzung des letzten Postens in der Dreierkette schwierig. Einerseits könnte Herrlich auf Benjamin Henrichs setzen, der den Brasilianer bereist in Leipzig ersetzte. Andererseits ist auch eine Variante mit Panagiotis Retsos vorstellbar, der sich in der Defensive bereits als absoluter Allrounder bewiesen hat und jede Position in einem Abwehrsystem abdecken kann. Der 19-Jährige kam zumeist als Innenverteidiger zum Einsatz, doch seine Fähigkeiten auf den äußeren Positionen machen ihn zu einer passenden Alternative für Wendell.

5. Mittelfeld: Leon Bailey

Nahezu unersetzlich ist hingegen Leon Bailey. Der Jamaikaner ist in der Bundesliga der zweitgefährlichste Angreifer von Bayer und muss sich lediglich hinter Kevin Volland einreihen. Gerade zum Jahreswechsel blühte der 20-Jährige auf der linken Außenbahn auf und brachte es im Dezember und Januar auf vier Tore und drei Vorlagen in sechs Partien. Insgesamt steht Bailey bei neun Treffern und sechs Assists und dürfte nach seiner Torbeteiligung in Leipzig, als er den Ausgleichstreffer von Kai Havertz vorbereitete, wieder Lust auf mehr verspüren.

6. Mittelfeld: Julian Baumgartlinger

In den vergangenen Wochen setzte Heiko Herrlich vermehrt auf Julian Baumgartlinger, und dürfte dies auch gegen Eintracht Frankfurt tun. Der Österreicher kam in der Hinrunde noch selten zum Zug, stand in den vergangenen fünf Partien jedoch immer in der Startelf und weiß mittlerweile offenbar zu überzeugen. Insgesamt steht er bei 18 Einsätzen in der Bundesliga, doch bis zum Saisonende könnten noch einige hinzukommen.

7. Mittelfeld: Charles Aranguiz

Charles Aranguiz hingegen ist eine Bank im Mittelfeld. Der Chilene musste zwar zeitweise aufgrund eines Muskelfaserrisses pausieren, ist jedoch stets gesetzt, wenn er bei 100 Prozent ist. Bislang kam er 22 Mal in der Bundesliga zum Einsatz und startete dabei jedes Mal von Anfang an.

8. Mittelfeld: Lars Bender

Kapitän Lars Bender ist seit Jahren ein geschätzter und verdienter Spieler der 'Werkself', doch der Zwillingsbruder von Innenverteidiger Sven wurde in dieser Saison immer wieder von kleineren Verletzungen zurückgeworfen. Seit Februar stand er in der Liga nur drei Mal auf dem Platz, nachdem er zunächst einen Muskelfaserriss erlitt und nach seiner Rückkehr mit einigen Problemen im Adduktorenbereich zu kämpfen hatte. Gegen die Leipziger gab der gebürtige Rosenheimer sein Comeback und dürfte auch gegen Frankfurt wieder zum Einsatz kommen.

9. Offensives Mittelfeld: Julian Brandt

Julian Brandt gehörte in Leipzig zu einem der auffälligsten Akteure der Leverkusener und stellte seinen hohen Stellenwert für die Mannschaft erneut unter Beweis. Mit seinem Flachschuss aus der 51. Minute brachte er die 'Werkself' kurz nach Wiederbeginn in Führung und bereitete nur 18 Minuten später das Tor zum 4:1-Endstand durch Kevin Volland vor. Die Chancen auf einen Platz im WM-Kader von Joachim Löw scheinen nicht allzu groß zu sein, doch in den letzten Zügen der laufenden Saison wird Brandt sicherlich noch das ein oder andere Mal die Gelegenheit bekommen, sich unter Beweis zu stellen und sich für die kommenden Aufgaben der Nationalmannschaft zu empfehlen.

10. Offensives Mittelfeld: Kai Havertz

Mit einem Einsatz am Samstag könnte Kai Havertz einen neuen Rekord aufstellen. Der offensive Mittelfeldspieler stand für Bayer Leverkusen bislang 49 Mal in der Bundesliga auf dem Platz und könnte sich morgen mit 18 Jahren und 307 Tagen zum jüngsten Spieler der Bundesliga-Geschichte krönen, der je die Marke von 50 Bundesligaspielen erreicht hat. Aufgrund des Vertrauens von Trainer Heiko Herrlich stehen die Chancen auf diese Bestmarke nicht schlecht: In der laufenden Saison stand der gebürtige Aachener 25 Mal auf dem Feld und stand dabei 18 Mal in der Startelf.

11. Angriff: Kevin Volland

Gegen Eintracht Frankfurt wird Lucas Alario das letzte Spiel seiner Sperre absitzen, doch auch so standen die Chancen auf einen Einsatz von Kevin Volland nicht schlecht. Der ehemalige Spieler der TSG Hoffenheim entwickelte sich in dieser Saison zum Top-Scorer der Leverkusener und ist mit elf Toren der treffsicherste Spieler der Werkself vor Leon Bailey (9) und Julian Brandt (7). In der Rückrunde hatte der 25-Jährige bisher etwas mehr Pech im Abschluss, doch nach seinem Treffer in Leipzig wird er darauf hoffen, bis zum Saisonende wieder öfters das gegnerische Tor zu treffen.