Am kommenden Sonntag (18:00 Uhr) empfängt der SV Werder Bremen Noch-Vizemeister RB Leipzig. Gegen die Sachsen erwartet Cheftrainer Florian Kohfeldt ein intensives Spiel über 90 Minuten, ein Spektakel wollte er jedoch nicht prognostizieren. Während ein Duo auszufallen droht, scheint ein erneuter Einsatz von Zlatko Junuzovic kein Problem zu sein.


Fünf Spiele lang blieb Werder Bremen in der Bundesliga ungeschlagen, nachdem man am 23. Spieltag mit 0:1 beim SC Freiburg verlor. In der vergangenen Woche unterlagen die Grün-Weißen jedoch Hannover 96 mit 1:2, doch allzu sehr wollte man sich mit der jüngsten Niederlage nicht beschäftigen: "Wir haben das Spiel sehr gut analysiert, wissen, dass wir einige Dinge haben vermissen lassen, die wir davor gut gemacht haben. Das müssen wir wieder abstellen", sagte Bayern-Leihgabe Marco Friedl auf der heutigen Pressekonferenz.

Die Mannschaft befinde sich dem 20-Jährigen zufolge noch "mitten im Abstiegskampf", weshalb man weiterhin bodenständig agieren werde: "Wir schauen von Spiel zu Spiel und wollen möglichst jedes Spiel gewinnen. Aber wir schauen nicht nach oben, sondern wollen die Saison möglichst erfolgreich abschließen."


Er selbst wolle dabei bis zum Saisonende noch einige Minuten auf dem Platz verbringen und könnte davon profitieren, dass der gesetzte Ludwig Augustinsson noch immer aufgrund seines Muskelfaserrisses aus der Partie gegen Eintracht Frankfurt ausfällt und am Sonntag fehlen wird: "Für mich geht es darum, dass ich die Einsätze, die ich bekomme, möglichst erfolgreich absolviere und der Mannschaft helfen kann. Wenn ich spiele, gebe ich Gas. Aber ich denke nicht an die nächsten Wochen."


Während der Linksverteidiger "eine sehr gute Leistung" als Pflicht für die Chance auf Punkte gegen RB sieht, sprach Trainer Florian Kohfeldt von "zwei Mannschaften, deren Grundfrage" sei: "Wie erziele ich Tore?" Es sei daher "schwer, ein torreiches Spiel zu versprechen", doch der 35-Jährige versprach: "Wir wollen von der ersten Sekunde an mit hoher Intensität agieren und das wollen wir jeden im Stadion spüren lassen."

Einen ähnlichen Auftritt erwarte er auch vom Gegner, der nach dem ​Ausscheiden in der Europa League den Fokus voll und ganz auf die verbleibenden Aufgaben in der Bundesliga legen wird: "Sie werden das Spiel mit hoher Intensität und dem vollen Bewusstsein für die Bedeutung dieses Spiels in Bremen angehen." 


Dabei warnte er besonders von der Offensive, die vor allem in Person von Timo Werner, Yussuf Poulsen oder Emil Forsberg für Gefahr vor dem Tor sorge. "Das ist viel Qualität", so Kohfeldt nüchtern. Sportchef Frank Baumann gab eine ähnliche Einschätzung ab: "Wir rechnen mit einer sehr starken, fokussierten Mannschaft. Sie sind noch im Kampf um die internationalen Startplätze." Dennoch wolle man "unser Spiel durchziehen und dabei die Stärken von Leipzig berücksichtigen."


Augustinsson und Johannsson fehlen - Junuzovic in der Startelf?


Während man laut Kohfeldt "nach Elementen" im Leipziger-Spiel suche, welche man im Spiel als Schwachstellen ausnutzen könne, sieht er die Europapokal-Belastung der Sachsen nicht unbedingt als Vorteil für seine Mannschaft: "Das kann ein Vor- und Nachteil sein, wobei ich es persönlich als Vorteil empfinde, sich in Ruhe vorbereiten zu können. Dieses Privileg hat Leipzig nicht." Andererseits seien die europäischen Wettbewerbe "das, wo alle hin wollen."

SV Werder Bremen v VfL Wolfsburg - Bundesliga

      Ist für seine möglicherweise letzten Wochen in Bremen wieder bei 100 Prozent:                                                            Kapitän Zlatko Junuzovic


Personell kann Kohfeldt beinahe aus dem Vollen schöpfen. Neben dem langzeitverletzten Fin Bartels sowie Augustinsson wird er lediglich auf  Aron Johannsson verzichten müssen. Der Angreifer laboriere laut Angaben des ​kicker an einer Knöchelverletzung. Derweil sei ein Einsatz von ​Zlatko Junuzovic nicht gefährdet. Der Österreicher wurde in Hannover aufgrund von Rückenproblemen erst zur zweiten Halbzeit eingewechselt, sei jedoch wieder "fit" und könne mit hoher Wahrscheinlichkeit gegen Leipzig auflaufen. Daher wird man gespannt sein dürfen, welche Offensiv-Akteure am Sonntag in der Startaufstellung stehen werden.