RB Leipzig bekommt in seiner Premierensaison im Europapokal 18,45 Millionen Euro aus der Verteilung der UEFA-Gelder. Es hätte noch einiges mehr sein können - doch der Vizemeister gab den Halbfinal-Einzug in der Europa League gegen Olympique Marseille leichtfertig aus der Hand.


Ralph Hasenhüttl war nach dem Aufritt seiner Mannschaft im Viertelfinal-Rückspiel der Europa League sichtlich mitgenommen. "Wir sind raus mit Applaus", sagte der RB-Coach auf der Pressekonferenz nach der ​2:5-Niederlage bei Olympique Marseille. "Wer so viele Fehler macht wie wir heute, hat sich einfach nicht verdient eine Runde weiterzukommen", meinte der enttäuschte Österreicher zum Ausscheiden der Leipziger. 

Als kleiner Trost wird dem Vizemeister die erste internationale Saison der Vereinsgeschichte zumindest finanziell versüßt. 18,45 Millionen Euro bekommt Leipzig gemäß der Verteilung der UEFA-Gelder auf das Konto überwiesen. Die Möglichkeit war groß, noch einiges mehr zu kassieren. 1,6 Millionen Euro wären allein für den Halbfinal-Einzug dazugekommen. Mit dem Titelgewinn wäre RB insgesamt auf 26,55 Millionen Euro gekommen. 

Doch Leipzig gab den 1:0-Vorsprung aus dem Hinspiel und die frühe 1:0-Führung in Marseille fahrlässig aus der Hand. So blieb als Fazit nur, dass man aus den "sehr interessanten ersten internationalen Spielen viel mitnehmen und lernen" könne. 

Der Vizemeister kassierte 12,7 Millionen Euro als Startprämie für die Champions-League-Gruppenphase. Jeweils 1,5 Millionen Euro kamen für die beiden Siege gegen Porto und in Monaco dazu. Das Heimremis gegen die Monegassen brachte weitere 500.000 Euro ein. In der Europa League gab es den gleichen Betrag für die Runde der letzten 32, 750.000 Euro für den Achtelfinaleinzug und eine Million Euro für die Teilnahme am Viertelfinale.