Auf der heutigen Pressekonferenz des 1. FC Köln drehten sich die Dinge vorsätzlich um die Ankündigung, ​dass Stefan Ruthenbeck sein Amt als Trainer der ersten Mannschaft des 'Effzeh' nach Ablauf der Saison abtreten muss. Doch auch die sportlichen Aspekte der verbleibenden fünf Spiele wurde thematisiert, so beispielsweise die anstehende Partie in Berlin. Im Olympiastadion rechnet sich der Noch-Trainer Chancen auf einen Sieg aus und hofft dabei, dass die ansteigende Formkurve seiner Angreifer ein wichtiger Faktor wird.


Das Aus von Stefan Ruthenbeck kam angesichts der B​erichterstattungen der vergangenen Tage, die ​erneute Gerüchte um eine Verpflichtung von Holstein Kiels Trainer Markus Anfang entfachten, wenig überraschend. Dennoch betonte Geschäftsführer Armin Veh ​im Einklang mit Ruthenbeck, dadurch für ein wenig Entlastung sorgen zu wollen: "Eine kleine Chance haben wir noch. Die wollen wir so gestalten, dass Stefan nicht jeden Tag gefragt wird, wie es jetzt weitergeht und sich alle auf die Spiele konzentrieren können. Denn wir wollen unsere kleine Chance optimal nutzen", wird der 57-Jährige auf der ​vereinseigenen Website zitiert.

1. FC Koeln v 1. FSV Mainz 05 - Bundesliga

          In den letzten Zügen der Saison will sich Ruthenbeck durch gute Leistungen                                                      gebührend verabschieden


Spiel eins nach der Bekanntgabe der Trennung wird im Olympiastadion von Berlin stattfinden. Die Hertha verlor zuletzt mit 1:2 gegen Borussia Mönchengladbach, zeigte jedoch über weite Strecken eine ordentliche Leistung. Nichtsdestotrotz zeigt sich Ruthenbeck optimistisch: "Die Berliner haben eine gute Mannschaft, aber wir haben im vergangenen Jahr im DFB-Pokal gegen sie gewonnen. Wir haben den Gegner analysiert und festgestellt, dass man Hertha schlagen kann."

​Man wisse um die Chance, "in Berlin drei Punkte zu holen", doch um dies zu erreichen müsse man vor allem "
vorne effektiver sein und unsere Chancen besser nutzen. Hinten müssen wir besser verteidigen. Und zwar mit allem, was wir haben." Dabei vertraue der 45-Jährige auch auf seine Spieler, die in seinen Augen noch nicht den Kopf in den Sand gesteckt haben: "Im Laufe der Woche haben die Jungs noch mal ein Zeichen gesetzt. Ich habe nicht das Gefühl dass einer nachlässt."

Während Mittelfeldspieler Marcel Risse am Samstag möglicherweise fehlen wird, beschäftigte sich Ruthenbeck vor allem mit der Stürmerfrage. Simon Terodde stand in der bisherigen Rückrunde in zehn seiner elf Partien in der Startelf, doch angesichts der Konkurrenz droht er seinen Stammplatz möglicherweise zu verlieren: "Jhon Cordobas Tendenz im Training geht nach oben und Claudio Pizarro ist immer eine Option", so Ruthenbeck, der dadurch frei nach der Ausrichtung des Gegners entscheiden könnte, wer nun von Anfang an auflaufen wird. 


Nachdem Terodde zuletzt aufgrund muskulärer Probleme nicht bei 100 Prozent war, sei er mittlerweile ebenso auf dem Weg der Besserung. Doch möglicherweise erhalten in den letzten Wochen andere Spieler den Vorzug und belohnen sich damit für ihren Aufwand auf dem Trainingsplatz.