Nach der Suspendierung Opares im Februar sieht der FC Augsburg weiterhin keinen Grund, den 27-jährigen Ghanaer wieder in den Kader aufzunehmen. Der Rechtsverteidiger fragte nun an, ob er individuell in Belgien mit einem eigenen Coach trainieren dürfe


Der FC Augsburg gab auf Anfrage am vergangenen Mittwoch bekannt, dass Opare nicht mehr beim Club mittrainierte. Auf dessen Wunsch hin erlaubte die Sportdirektion dem Ghane mit einem Personal Trainer in Belgien zu trainieren. „Wir haben dem Ansinnen von Daniel Opare, mit einem eigenen Trainer arbeiten zu wollen, zugestimmt, weil er sich für einen anderen Club vorbereitet, nicht für den FC Augsburg“, begründete der Geschäftsführer Stefan Reuter laut der Augsburger Allgemeinen. Bisher hatte Opera mit Jonas Scheuermann, dem Co-Trainer des FC alleine trainiert, doch das hatte dem 27-jährigen wohl nicht gereicht. Dieses Angebot des individuellen Trainings hält der Club verpflichtend weiterhin aufrecht. 


Dem Club geht somit ein wertvoller Spieler ab. Der 27-jährige war im Sommer vergangenen Jahres zum FC gewechselt und war bisher bei 17 Spielen zum Einsatz gekommen. Eigentlich wollten die Augsburger mit dem Ghane längerfristig zusammenarbeiten und dessen Ein-Jahres-Vertrag verlängern, doch dieses Vorhaben wird nun scheitern. 


Warum die Suspendierung?


Daniel Opare hatte sich im vergangenen Januar heimlich mit Schalke-Manager Christian Heidl und Trainer Domenico Tedesco getroffen. Auf die Anfrage des FC Augsburg hatte sich der 27-jährige daraufhin ein Lügengerüst erbaut, das jedoch schnell wieder zusammenbrach. Der Ghane hatte behauptet, die beiden rein zufällig getroffen zu haben, denn eigentlich wollte er sich nur mit einem früheren Spielerkollegen Abdul Rahman Baba treffen. Seine Lüge wurde jedoch schnell aufgedeckt, als festgestellt wurde, dass Baba zu dieser Zeit gar nicht in der Stadt war. Zudem war gleichzeitig auch Opares Bruder unf Berater aus London eingeflogen worden. 


Dass der FC Augsburg diese dreiste Lüge nicht einfach überging und es Sanktionen hagelte ist verständlich. „Daniel Opare hat uns bewusst und trotz der Konfrontation mit Fakten wiederholt belogen. Des Weiteren hat er mehrfach gegen den Verhaltenskodex innerhalb der Mannschaft verstoßen“, erklärte Reuter damals. ​