​Filip Kostic droht nach seinem Abstieg mit dem VfB Stuttgart vor zwei Jahren auch mit dem Hamburger SV der Gang in die Zweitklassigkeit. In einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt äußerte sich der Offensivspieler über die besondere Anspannung im Tabellenkeller, aber auch über die besondere Motivation, die dadurch entstehen kann.


Mit dem überraschenden 3:2-Erfolg gegen den FC Schalke 04 ist den Hanseaten am vergangenen Wochenende ein echter​ 'Bigpoint' im Abstiegskampf gelungen. Dennoch unterstrich der 25-jährige Angreifer, dass man sich von dem Erfolgserlebnis "nicht blenden lassen" darf. "Die Situation ist immer noch prekär. Wir haben nur ein Spiel gewonnen", so der Serbe.


Dass es ihm in seiner Zeit bei den Schwaben nicht immer gelang, dass Abstiegsgespenst zu vertreiben, beeinträchtige ihn bei seinem neuen Verein jedoch nicht: "Jeder Sportler will Erfolg, da tut ein Abstieg natürlich weh. Doch auch das gehört zu unserem Sport. Das ist etwas, was ich nicht rückgängig machen kann, aber auch nicht wieder erleben will." In einer solchen Situation bliebe einem Spieler jedoch nichts anderes übrig, als "jeden Tag hart zu arbeiten und maximal professionell zu leben."

Dennoch gab der 21-fache serbische Nationalspieler zu, dass der Druck beim 'Bundesliga-Dino' noch ein bisschen größer sei, als damals beim VfB, schließlich sei der HSV noch nie abgestiegen. "Als Spieler denkst du natürlich daran – und wirst gleichzeitig dadurch gepusht. Die Uhr im Stadion ist ein Beispiel dafür: Sie erhöht den Druck und ist gleichzeitig pure Motivation. Denken Sie an die Rettung vor einem Jahr gegen Wolfsburg. Diesen Tag werde ich nie vergessen", so Kostic.


Am kommenden Samstag wartet mit der ​TSG 1899 Hoffenheim der nächste dicke Brocken auf den Nordklub. Bei dem Spiel gegen die Kraichgauer dürfte der Linksfuß besonders motiviert sein. In fünf Begegnungen gegen das Team von Trainer Julian Nagelsmann gelangen dem Linksaußen bereits drei Treffer, gegen keinen Gegner in der Bundesliga war er bislang treffsicherer.