​Der 1. FC Köln steht nach dem 1:1-Unentschieden gegen den direkten Abstiegskandidaten Mainz 05 wieder auf dem letzten Tabellenplatz und kommt dem Abstieg in die 2. Bundesliga immer näher. Dennoch machen einige Spieler den Fans und Verantwortlichen Hoffnung und erklärten zuletzt, den Klub nicht unbedingt verlassen zu wollen. So jüngst auch Leonardo BIttencourt, der sich einen Verbleib in Köln auch in Liga 2 durchaus vorstellen kann.


Neben der Schwangerschaft seiner Frau Saskia und der bevorstehenden Geburt von Tochter Luana steht für Leonardo Bittencourt ganz klar der Saison-Endspurt mit dem 1. FC Köln an erster Stelle. Trotz der prekären Lage wird der Deutsch-Brasilianer in jedem Fall auch bei einem Abstieg in Köln wohnhaft bleiben, wie er im Interview mit der BILD verriet. "Köln wird mein Zuhause bleiben. Das Haus steht hier, und meine Eltern wohnen in Köln." 


Ob der 24-Jährige allerdings auch sportlich weiterhin für die Kölner auflaufen wird, ist noch nicht klar. Eine Ausstiegsklausel in Höhe von rund acht Millionen Euro im Abstiegsfall ruft gleich mehrere Interessenten für den flinken linken Außenbahnspieler auf den Plan. Trotzdem erklärte er nun, sich durchaus auch vorstellen zu können, in der 2. Bundesliga beim "Effzeh" zu bleiben und um den Wiederaufstieg zu spielen. "Das kann ich jetzt noch nicht sagen. Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, mit dem FC in die 2. Liga zu gehen, weil ich weiß, was der Klub in den letzten drei Jahren für mich getan hat", macht Bittencourt Fans und Verantwortlichen Hoffnung. 


Bayer 04 Leverkusen v 1. FC Koeln - Bundesliga

Gehört zu den absoluten Leistungsträgern am Rhein: FC-Profi Leonardo Bittencourt 



Umgekehrt ist auch die Wertschätzung für den Leistungsträger groß, der 'Effzeh' will seinen Stammspieler in jedem Fall behalten. Erste Gespräche mit Sportdirektor Armin Veh haben bereits stattgefunden, wie Bittencourt verriet. "Ich habe mich schon mit Armin Veh ausgetauscht. Natürlich mache ich mir Gedanken. In Köln habe ich alles, was mich glücklich macht. Vieles spricht für Köln. Ich fühle mich pudelwohl. Dann gehe ich mit runter und bade die Sache mit den Jungs gemeinsam aus. Aber es ist eben noch keine Entscheidung gefallen."


Dass es trotz der scheinbar aussichtslosen Lage allerdings zum Abstieg kommt, ist für den Deutsch-Brasilianer noch längst nicht klar. "Es sind noch 15 Punkte zu holen, wir sind sechs Punkte entfernt, okay, sieben mit dem miesen Torverhältnis. Es wird brutal schwer. Aber ich kann versprechen, dass wir bis zum letzten Spieltag alles reinhauen. Auch, wenn es derzeit nach 2. Liga aussieht. Aber zu sagen: 'Wir schaffen es nicht mehr?' Nein, davon bin ich kein Freund. Das passt nicht zu mir und unserer Mannschaft. Wir wollen die fünf Spieler sicher nicht verlieren."