​In einer Liga, die in dieser Saison aufgrund der defensiven Spielweise von vielen Vereinen oftmals ziemlich bieder daher kommt, bildet Bayer 04 Leverkusen eine der wenigen Ausnahmen. Am Montagabend rollte die Werkself mit 4:1 über RB Leipzig hinweg. Dabei war ein Treffer von Kai Havertz der Beleg für das furiose Umschaltspiel der Mannschaft von ​Trainer Heiko Herrlich.


Mit 51 erzielten Treffern in dieser Saison stellt Bayer die viertstärkste Offensive der Liga. Dabei zeichnet die junge Mannschaft auch aus, dass mehrere Akteure Torgefahr entwickeln können. Insbesondere die Mittelfeldspieler der Werkself rücken oftmals weit nach vorne auf und beleben das Offensivspiel durch ihre hohe Laufbereitschaft und ihren großen Einsatzwillen.

Einer, der bei den Leverkusenern unermüdlich Vollgas gibt, ist der offensive Mittelfeldspieler Kai Havertz. Zumeist glänzt der 18-Jährige dabei als Initiator von vielen aussichtsreichen Offensivaktionen. Durch sein gutes Auge und seine herausragende Spielintelligenz ist der Youngster in der Lage, blitzschnell umzuschalten und seine wieselflinken Mitspieler in Szene zu setzen. In der Liga bereitete der Deutsche so schon sieben Treffer direkt vor. Gegen die Sachsen konnte der Linksfuß mit seinem dritten Tor in dieser Saison auch mal wieder seine Torgefahr unter Beweis stellen.


In der 45. Spielminute holte der Shootingstar dabei nochmal alles aus seinem Körper heraus und rannte vom eigenen Sechzehner bis in den Strafraum des Gegners durch. Dort wurde er dann von ​Leon Bailey in Szene gesetzt und konnte mit seinem 1:1-Ausgleichstreffer den Startschuss zum Sturmlauf seiner Mannschaft geben. Wenn der Jungspund auch in Zukunft dieses Niveau halten kann, wird er über kurz oder lang auch ein Mann für die deutsche Nationalmannschaft. In der U19 sorgte er bereits mit sieben Treffern in acht Spielen für Furore.