​Nach einjähriger Abstinenz wird Bayer 04 Leverkusen wohl wieder auf die internationale Bühne zurückkehren. Die Verantwortlichen der 'Werkself' halten derzeit nach potenziellen Verstärkungen Ausschau, um für die zu erwartende Dreifachbelastung bestens gerüstet zu sein. Hertha-Profi Mitchell Weiser soll bei den Rheinländern weit oben auf dem Zettel stehen. Benjamin Henrichs bringen die Gerüchte um den U21-Europameister ins Grübeln. 


"Das ist natürlich nicht gerade schön zu hören. Wenn das stimmen sollte, dass man sich um einen anderen Spieler bemüht, macht man sich schon Gedanken", wird der 21-Jährige vom kicker zitiert. Bei einer Verpflichtung von Weiser hätte der Nationalspieler einen direkten Konkurrenten mehr, was die Aussichten auf regelmäßige Einsatzzeiten deutlich schmälern würde. Henrichs hat bereits in der laufenden Saison einen schwierigen Stand. 


In den vergangenen Wochen musste der Rechtsverteidiger Panagiotis Retsos, Tin Jedvaj und Lars Bender den Vortritt lassen und kam nur dreimal als Einwechselspieler zum Zug. Zuletzt stand das Eigengewächs Mitte Februar beim 2:1-Auswärtserfolg in Hamburg in der Anfangsformation. "Ich habe bei meinen letzten drei Einwechslungen meine Leistung gebracht", betonte Henrichs. "Der Trainer hat gesagt, dass ich auf meine Chance warten muss und sie kriege. Und ich warte drauf. Deswegen arbeite ich hart. Ich will wieder spielen", gab der 21-Jährige zu Protokoll.

Bayer Leverkusen v Hertha BSC - Bundesliga

Mitchell Weiser (l.) hat im Duell mit Benjamin Henrichs das Nachsehen


Im Winter hatte sich RB Leipzig um den Außenverteidiger bemüht, kassierte von Henrichs, der in Leverkusen vertraglich noch bis 2022 gebunden ist,​ ​jedoch eine Absage. Bei einer Weiser-Verpflichtung könnte ein Abgang jedoch wieder ein Thema werden. Wie die Bild Mitte März berichtete, hat es bereits ein Treffen zwischen Bayer-Manager ​Jonas Boldt und dem Hertha-Profi gegeben


"Was ich sagen kann, ist, dass ich jetzt noch hier spiele, oder besser, dass ich hier spiele, und Mitch in Berlin", betonte Henrichs. Der Nationalspieler will sich von den Gerüchten nicht zu viel ablenken lassen und sich voll und ganz auf die kommenden Wochen konzentrieren. Dafür müsse er sein Bestes abrufen. "Und das mache ich", stellte der Rechtsfuß klar.