​Die Verantwortlichen des 1. FC Köln treiben die Planungen für die kommende Saison mit Hochdruck voran. In der neuen Spielzeit werden die Domstädter wohl in der zweiten Liga an den Start gehen und den sofortigen Wiederaufstieg in Angriff nehmen. Als potenzielle Verstärkung hat der 'Effzeh' Rapid-Profi Louis Schaub ausgemacht. Der Berater des offensiven Mittelfeldspielers bestätigte nun das Interesse der Rheinländer. 


Der kicker berichtete in der vergangenen Woche, dass FC-Geschäftsführer​ Armin Veh den 23-Jährigen ins Visier genommen hat. Der Sohn des ehemaligen Bundesliga-Profis Fred Schaub läuft seit Sommer 2007 für Rapid Wien auf und schaffte fünf Jahre später den Sprung in den Profikader. Der Linksfuß zählt beim österreichischen Erstligisten zu den wichtigsten Leistungsträgern und ist in der Offensive variabel einsetzbar. In der laufenden Saison war Schaub in 28 Pflichtspielen an 15 Treffern (sieben Tore/acht Vorlagen) direkt beteiligt. 

Mit seinen guten Auftritten hat der österreichische Nationalspieler das Interesse der 'Geißböcke' geweckt. Berater Walter Künzel bestätigte gegenüber dem KURIER, dass eine Anfrage vom 1. FC Köln vorliegt. "Noch ist keine endgültige Entscheidung gefallen. Klar ist: Köln ist ein sehr interessanter, großer Klub. Mit 23 ist wohl der richtige Zeitpunkt für Louis gekommen, um sich auch abseits von Rapid durchzubeißen", erklärte Künzel. Rapid-Sportchef Fredy Bickel riet Schaub von einem Wechsel in die zweite Liga ab, da er die Auffassung vertritt, dass der Offensivspieler das Potenzial für eine Top-Liga mitbringt. 

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Louis Schaub (l.) feierte im Oktober 2016 sein Nationalmannschaftsdebüt


Berater Künzel teilt die Meinung des Funktionärs allerdings nicht: "Spieler wie Sabitzer oder Forsberg waren sich nicht zu schade zum Zweitligisten Leipzig zu gehen. Es gibt nie eine Garantie, aber mit Köln ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass sich Louis ein Jahr auf Deutschland einstellen kann und dann Bundesliga spielt." Schaub ist in Wien vertraglich noch bis 2020 gebunden. Im Arbeitspapier des 23-Jährigen, dessen Marktwert auf vier Millionen Euro taxiert wird, ist eine Ausstiegsklausel verankert, die dem Vernehmen nach bei drei Millionen Euro liegen soll.