Max Eberl ist auf dem Transfermarkt als früher Vogel bekannt. Doch Neuverpflichtungen für die kommende Saison gab Borussia Mönchengladbach bisher noch nicht bekannt. Das liegt an der geänderten Transferstrategie der Fohlen, in der die Premier League eine wichtige Rolle einnimmt.


Der Fußballmarkt habe sich in den vergangenen Jahren noch mal „extrem verändert“, sagt Borussia Mönchengladbachs Kaderplaner Max Eberl dem kicker. Dies müsse man in den Planungen berücksichtigen und die Transferstrategie anpassen. Schnell zu sein und bei Chancen zuzugreifen gelte immer noch. „Aber gerade die Veränderungen in England wirken sich stark auf uns in Deutschland aus. Das gilt für uns bei Borussia Mönchengladbach ganz sicher. Und ich denke, für die Bundesligaklubs generell.“


Das sind neben den exorbitant hohen Ablösesummen, die die englischen Klubs bereit sind zu zahlen, auch der Zeitpunkt, wann die Vereine aktiv werden. Wirklich Fahrt nimmt der Transfermarkt auf der Insel standesgemäß erst in den letzten Zügen auf. In diesem Jahr ändert sich das Spielchen jedoch. Während in Deutschland das Transferfenster bis 31. August geöffnet ist, schließt es in England schon am 9. August, also noch vor Saisonstart.

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„Wahrscheinlich finden wir ab Mitte August einen ‚normaleren‘ Transfermarkt mit ‚normaleren‘ Preisen vor“, orakelt Eberl. Sollte man seinen Kader bis dahin schon geschlossen haben, könnten die Chancen auf einen großen Coup verpasst werden. „Wenn sich im August noch ein extremer Transfer mit einer höchst lukrativen Ablöseeinnahme entwickelt, möchte man die Kaderplätze nicht schon geschlossen haben“, ergänzt der Manager, der im Sommer vor allem im Angriff nachrüsten muss.


​Hier galten zuletzt Bas Dost (Sporting Lissabon), Michael Gregoritsch (FC Augsburg), Yussuf Poulsen (RB Leipzig), Bobby Wood (Hamburger SV) und Franco Di Santo (Schalke 04) als mögliche Kandidaten. Doch auch die anstehende WM in Russland wird den Transfermarkt noch mal gehörig durcheinanderwirbeln. Es spiele in den „Überlegungen in Sachen Transferstrategie eine Rolle“, so Eberl, der auch den frühen Transferschluss in England, sowie die allgemeine Entwicklung auf dem Markt als „elementaren Faktor“ bezeichnet.