Aaron Hunt sorgte am vergangenen Samstag für den erlösenden ersten HSV-Sieg seit November 2017. Am Ende der Saison läuft sein Vertrag aus - an Angeboten mangelt es ihm nicht. Bislang soll er aber alle Anfragen abgeblockt haben, beim Routinier lebt die Hoffnung auf den Klassenerhalt. Der HSV hält sich mit einem neuen Angebot noch zurück, ist wohl aber ligaunabhängig gewillt, Hunt zu halten.


Samstagabend kurz vor 20.30 Uhr: Mit einem 25-Meter-Hammer versetzt Aaron Hunt die mehr als 54.000 Zuschauer im Hamburger Volksparkstadion in Ekstase - zumindest diejenigen, die es mit dem Bundesliga-Dino halten. Dem Routinier gelang mit seinem zweiten Saisontor der Siegtreffer zum 3:2 gegen den FC Schalke. Nach 15 Spielen der ersehnte Erfolg für den HSV.


Plötzlich sind die ​Hoffnungen auf den Klassenerhalt wieder da. "Die Mannschaften vor uns siegen auch nicht Woche für Woche. Wir müssen jetzt eine Serie starten. Dann bin ich mir sicher, dass wir Mainz - oder einen anderen Klub - einholen können“, meinte der Schütze zum goldenen Tor gegenüber der Bild

Hunt blüht unter Interimstrainer Christian Titz wieder auf. Die offensivere Spielweise kommt dem 31-Jährigen gelegen - am vergangenen Samstag in etwas ungewohnter Position als einzige Spitze. "Wenn wir taktisch so spielen wie im Moment, ist das für mich kein Problem. Würden wir viel mit langen Bällen agieren, wäre es schwieriger“, versichert er und erzählt, dass er in Bremen zu Beginn seiner Bundesligakarriere ähnlich eingesetzt wurde.


Mit 18 Jahren im September 2004 feierte er sein Debüt, am kommenden Samstag wird Hunt in Hoffenheim (15.30 Uhr) sein 300. Bundesligaspiel absolvieren. Möglich, dass noch einige weitere dazukommen. Möglich aber auch, dass nach 304 am Saisonende Schluss ist. Der Vertrag des dreifachen Nationalspielers läuft aus. Laut Informationen der ​MoPo liegen Hunt lukrative Angebote aus der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten vor. Und auch Bundesligisten sollen unter den Interessenten sein.

"Richtig konkrete Gedanken habe ich mir noch nicht gemacht. Es ist auch nicht so, dass es mich täglich beschäftigt. Ich schaue, was passiert“, versichert der Linksfuß. Gespräche mit anderen Klubs hat Hunt laut Berater Efe Aktas bislang abgeblockt: "Es gibt Anfragen für ihn, aber wir werden jetzt keine Gespräche mit anderen Vereinen führen. Aaron will sich durch nichts ablenken lassen.“


Der HSV ist derzeit noch nicht mit einem neuen Vertragsangebot auf Hunt zugegangen. Die Verantwortlichen wollen wohl zunächst abwarten, in welcher Liga der HSV künftig spielen wird. Die MoPo berichtet allerdings, dass man eine weitere Zusammenarbeit auch in der Zweiten Liga nicht ausschließen würde - als Führungsspieler in einem jungen Team. Dann aber bei deutlich geringeren Bezügen. Derzeit soll Hunt rund zwei Millionen Euro im Jahr kassieren.