Nach dem Sieg gegen Schalke startet der HSV am Dienstagvormittag in die Trainingswoche. Mit dabei: Nicolai Müller. Der Außenstürmer absolvierte weite Teile des Mannschaftstrainings. Schon am Tag zuvor wurden zwei Junioren-Nationalspieler aus München auf dem HSV-Gelände gesichtet. 


Fünf Spiele, fünf Punkte - nach dem ersten Sieg seit November 2017 und zuvor 15 Partien ohne Erfolg keimen beim HSV wieder zarte Hoffnungen auf den Klassenerhalt auf. Mainz 05 auf dem Relegationsplatz ist nur noch fünf Zähler entfernt. Interimstrainer Christian Titz hat es geschafft die Mannschaft wieder aufzurichten und für spürbar verbesserte Stimmung im HSV-Umfeld zu sorgen.


Das liegt vor allem am neuen Gesicht der Mannschaft: Mit dem Ziel offensiveren Fußball spielen zu wollen, nimmt Titz keine Rücksicht auf Namen. Schon beim 1:1 in Stuttgart zeigten die Rothosen einen couragierten Auftritt, gegen den FC Schalke wurde mit dem 3:2-Erfolg die Sieglos-Serie endlich beendet. Nun geht es am kommenden Samstag weiter in Hoffenheim (15.30 Uhr), während Konkurrent Mainz im Kellerduell den SC Freiburg empfängt.


Nicolai Müller wird dann vermutlich noch kein Thema sein. Der 30-Jährige ist nach seinem Kreuzbandriss ​am Sonntag wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen und absolvierte auch am Dienstagvormittag Teile der Teameinheit. Möglich, dass der Außenstürmer schon in knapp zwei Wochen im Heimspiel gegen Freiburg eine Option ist - und so vielleicht zum X-Faktor im Abstiegskampf wird.

Auf dem Trainingsgelände am Volkspark nicht gesichtet wurde dagegen Kyriakos Papadopoulos. Der Grieche wurde von Titz gegen Schalke begnadigt und gab sein Startelf-Comeback, fehlt seit Anfang der Woche aber wegen einer leichten Grippe. Am kommenden Samstag in Hoffenheim muss er wegen seiner zehnten Gelben Karte ohnehin aussetzen. Für den Griechen dürfte Gideon Jung in die Innenverteidigung zurückkehren. Der U21-Europameister musste seine Gelbsperre gegen Schalke absitzen. "Er bringt nochmal andere Elemente mit ein", freute sich Titz gegenüber dem kicker über Jungs Rückkehr.


Ohnehin keine ernsthaften Optionen sind Stürmer Sven Schipplock und Bjarne Thoelke. Beide standen in den drei Spielen unter Titz nicht im Aufgebot des HSV. Am Dienstag trainierte das Duo nur individuell. Schipplock plagen muskuläre Probleme, Thoelke hat Beschwerden am Sprunggelenk.

Über Beschwerden klagten auch Tatsuya Ito und Torhüter Chrisitan Mathenia. Ito musste nach einem Zweikampf das Training abbrechen, Mathenia nach einem Zusammenprall mit André Hahn vorzeitig in die Kabine.

Ungeachtet der aktuellen Personalsituation richtet der Dino den Blick auf die Zukunft und hat dabei zwei Talente aus der U19 des FC Bayern im Blick. Stürmer Manuel Wintzheimer und Innenverteidiger Lars Lukas Mai sollen von der Isar an die Elbe wechseln - ligaunabhängig. Beide Junioren-Nationalspieler wären im Sommer ablösefrei zu haben. 


Allerdings sind auch andere Bundesligisten auf die Talente aufmerksam geworden. Allen voran der VfL Wolfsburg soll  großes Interesse haben und auch die Bayern wollen sich noch nicht geschlagen geben.


Am Montag weilte das Youngster-Duo am Volkspark, um sich gemeinsam mit Kaderplaner Johannes Spors das HSV-Gelände anzuschauen. Die Bild berichtet, dass sich Wintzheimer und Mai in Hamburg die besten Chancen auf regelmäßige Spielpraxis bei den Profis ausrechnen könnten.