Bayer 04 Leverkusen konnte sich am Montagabend mit einer überragenden Leistung gegen RB Leipzig mit 4:1 durchsetzen. Damit liegt man nach 29 Spieltagen auf dem vierten Tabellenplatz. Der Erfolg der Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich hat dabei viele Gesichter. Doch bei allem Trubel um die Shootingstars ​Julian Brandt und ​Leon Bailey, kommt eine wichtige Säule von Bayer immer wieder zu kurz. Dabei ist ​Charles Aranguiz im Mittelfeld sowohl Taktgeber, als auch wichtiger Abfangjäger.


Der Chilene wechselte bereits im Sommer 2015 für 13 Millionen Euro vom brasilianischen Schwergewicht SC Internacional Porto Alegre nach Leverkusen. Doch in seiner ersten Saison in Deutschland zog er sich prompt einen Achillessehnenriss zu und fiel rund 200 Tage aus. Eine Saison später war er jedoch schon unangefochtener Stammspieler und auch in dieser Spielzeit führt kein Weg an dem 28-Jährigen vorbei.


So kam er in der laufenden Saison bislang wettbewerbsübergreifend auf 25 Einsätze und musste lediglich aufgrund von Muskelproblemen gelegentlich aussetzen. Wenn er auf dem Platz steht, zeichnet sich der 63-fache chilenische Nationalspieler durch seine Ruhe am Ball und seine kompromisslose Zweikampfführung aus. Dabei hält er seinen spielstarken Mitspielern den Rücken frei. Mit durchschnittlich 2,01 Balleroberungen pro Spiel, gehört er in dieser Kategorie in der Bundesliga zu den 13 besten Spielern.

Dass der zentrale Mittelfeldspieler dennoch nur selten im Fokus steht, liegt auch an seiner ruhigen Art und Weise abseits des Platzes. Bereits vor einem Monat beschrieb sich der Mittelfeldmotor der Werkself in einem Interview mit dem Kölner Express so: "Ich denke, dass ich ein bescheidener Arbeiter bin. Ich will Verantwortung übernehmen und versuche die Balance zwischen Defensive und Offensive herzustellen. Das ist vielleicht oft nicht so spektakulär und spiegelt sich nicht unbedingt in den Statistiken wider, aber darum geht es mir auch nicht." 


Für ihn sei es vorrangig wichtig der Mannschaft zu helfen. Als "Superstar in den Zeitungen auftauchen", sei für ihn hingegen nicht von Belang. Direkte Torbeteiligungen sind in seiner Job-Beschreibung scheinbar ebenfalls nicht zu finden, schließlich war er in der laufenden Saison nur an drei Treffern beteiligt. Der 1,71-große Mittelfeldspieler fühlt sich vielmehr als eifriger Maschinist bei der gut geölten Offensivmaschinerie der Werkself pudelwohl.